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Langfristige Verwertungsstrategie für Immobilien steht

In der Ausgabe vom 12. Juni 2006 behauptet die Financial Times Deutschland, der Bund plane einen raschen Ausverkauf seiner nicht mehr benötigten Immobilien. Insbesondere durch die Headline „Bund startet Immobilien-Ausverkauf“ und die Unterzeile “Neue Behörde erwäge Börsen- gang für Wohnungen aus der ehemaligen Fürsorge für Bundesbedienstete“ entsteht der Eindruck, dass der Bund sich jetzt mit Nachdruck von Liegen- schaften trennen wolle. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Die Verwer- tungsstrategie der Bundesanstalt ist vielmehr - wie schon zuvor bei der Bundesvermögensverwaltung - auf Langfristigkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben kommt seit ihrer Gründung zum 1.1.2005 ihrem gesetzlichen Auftrag nach, nicht betriebsnotwendiges Vermögen wirtschaftlich zu veräußern. Das Verwertungsvolumen wird dabei ganz wesentlich von der Marktlage unter Beachtung wirtschaftlicher Kriterien bestimmt. Jährliche Verkaufserlöse von rund 500 Mio. Euro sind dabei durchaus realistisch und entsprechen dem durchschnittlichen Verkaufsportfolio der Vorjahre. Von einem radikalen Ausverkauf, insbesondere einem Start eines solchen, kann daher überhaupt keine Rede sein.

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Auch plant die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben keinen Börsengang. Vorstandssprecher Dr. Hans Hinrich Schroeder-Hohenwarth (Bild l.) erklärte in dem FTD-Gespräch nur, dass, wenn ein REIT-Gesetz komme, man die Nutzung dieses Finanzinstrumentes prüfen werde. Die Einbringung besonders werthaltiger Immobilien in einen REIT sei lediglich eine von mehreren Optionen. Ob und wann REITs in Deutschland zugelassen werden, ist offen.