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Landtag stimmt „Leo II“-Verkauf für 768 Millionen Euro zu

Der Hessische Landtag hat heute dem Verkauf und der Rückanmietung des Immobilien-Portfolios „Leo II“ für 768 Millionen Euro zugestimmt. Die österreichische CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit Sitz in Wien zahlt diesen Betrag für das Portfolio, das 36 Immobilien beinhaltet.

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Finanzminister Karlheinz Weimar äußerte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir haben für das Land ein Top-Ergebnis erzielt. Der ursprüngliche Portfoliovorschlag beinhaltete 39 Objekte, mit denen wir einen Verkaufserlös von 770 Millionen Euro erzielen wollten“, erklärte Weimar. „Im Hinblick auf die Überlegungen zur Neuordnung der Unterbringung der Frankfurter Gerichte am Standort Adickesallee wurden die Liegenschaften des Oberlandesgerichts, der Staatsanwaltschaft und der Oberfinanzdirektion in Frankfurt aus dem Portfolio genommen, so dass 36 Liegenschaften verblieben. Vor diesem Hintergrund ist dies ein hervorragendes Transaktionsergebnis.“

Das Portfolio umfasst 36 landeseigene Liegenschaften mit insgesamt rund 450.000 Quadratmetern Mietfläche. Darunter befinden sich in Wiesbaden die Gebäude des Kultusministeriums am Luisenplatz und des Wirtschaftsministeriums am Kaiser-Friedrich-Ring, in Kassel das Justizzentrum, in Gießen das Behördenzentrum in der Schubertstraße und in Fulda das Behördenzentrum in der Washingtonallee. Das Portfolio geht zum 1. Januar 2007 in das Portfolio der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft über.

Die jährlichen Nettomietzahlungen durch das Land Hessen belaufen sich auf anfänglich 41,8 Millionen Euro. „Damit sind sie im Verhältnis zum Kaufpreis für das Land äußerst vorteilhaft“, erklärte Weimar. Dies ergebe auch die Wirtschaftlichkeitsberechnung, die im Ergebnis die Vorteilhaftigkeit des Verkaufs gegenüber einem Verbleib der Immobilien im Landeseigentum eindrucksvoll belege. „Die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit der Transaktion folgt den heute üblichen Bewertungsstandards, das Verfahren wurde bereits im Vorfeld mit dem Hessischen Rechnungshof abgestimmt“, sagte der Finanzminister. „Der Vergleich der beiden Alternativen Verkauf und Verbleib der landeseigenen Immobilien kommt zu einem Barwertvorteil von rund 180 Millionen Euro für den Verkauf und die Rückanmietung der Liegenschaften.“

Minister Weimar betonte, dass die Strategie des Landes, Immobilien zu veräußern und bei fortwährendem Unterbringungsbedarf ohne Rückkaufsverpflichtung anzumieten, klug sei. Positive Folge dieser Strategie sei, dass sich das Land auf seine Kernaufgaben konzentrieren könne. „Wir hatten bereits im Jahr 2004 sehr gute Erfahrungen mit dem Verkauf und der Rückanmietung des Behördenzentrums ‚Gutleutstraße’ in Frankfurt gemacht. Diese Erfolgsgeschichte konnten wir mit der Veräußerung des Immobilien-Portfolios ‚Leo I’ im vergangenen Jahr und nun mit der Transaktion von ‚Leo II’ fortsetzen“, erklärte Weimar.

Außerdem könne Hessen künftig flexibler auf die jeweiligen Anforderungen der Verwaltungs-Unterbringung reagieren. „In den nächsten Jahrzehnten sind schon aus demographischer Sicht erhebliche gesellschaftliche Umstrukturierungen zu erwarten, die auch an der Landesverwaltung nicht vorbeigehen werden“, erklärte der Finanzminister. „Durch mehr Flexibilität bei der Unterbringung können wir uns besser auf diese Herausforderungen vorbereiten.“