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Magnat mit weniger Verlust

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 (1. April 2010 bis 31. März 2011) hat die Magnat Real Estate AG den Verlust weiter reduziert. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 11.02.2011 hervor. Der Konzernfehlbetrag nach Minderheiten betrug demnach 2,0 Millionen Euro. Da gleichzeitig Schulden im Umfang von 9,3 Millionen Euro abgebaut wurden, erhöhte sich die Eigenkapitalquote im Konzern laut Unternehmensangaben von 62,9 Prozent zum 30. September 2010 auf von 65,9 Prozent zum 31. Dezember 2010.

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Das Ergebnis aus der Vermietung von Immobilien lag im Quartal bei 0,5 Millionen Euro, so die Magnat Real Estate AG. Im Neunmonatsvergleich stieg es damit leicht von 2,0 Millionen Euro auf nunmehr 2,1 Millionen Euro. Aus der Veräußerung von Immobilien fiel im dritten Quartal nur ein geringes Ergebnis an, so dass das Veräußerungsergebnis im Neunmonatszeitraum wie schon zum Halbjahr bei 1,4 Millionen Euro liegt. Das Asset Management erzielte im Quartal erneut ein Ergebnis von 0,1 Millionen Euro und für die neun Monate von 0,3 Millionen Euro. Während damit diese Bereiche weiter positive Beiträge erwirtschaften, wird das Konzernergebnis durch die Verluste aus den at equity bewerteten Unternehmen belastet. In dem negativen Ergebnis von -5,6 Millionen Euro sind Verluste aus YKB im Umfang von 1,7 Millionen Euro sowie Verluste aus dem Projekt in Polen aus dem zweiten Quartal in Höhe von 2,5 Millionen Euro enthalten.

Dem steht eine positive Veränderung der Bewertung der Darlehen an Polen in Höhe von 2,9 Millionen Euro entgegen, die als Finanzertrag erfasst ist. Im Konzern konnte so das Ergebnis vor Steuern von -2,8 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des Vorjahres auf -1,8 Millionen Euro verbessert werden. Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich auf -0,15 Euro. Im dritten Quartal konnte Magnat nach eigenen Angaben die langfristigen Schulden um mehr als 8,4 Millionen Euro und die kurzfristigen um gut 0,8 Millionen Euro zurückführen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um den Abbau von Finanzschulden, die teilweise mit entgegenstehenden Forderungen verrechnet wurden, was zur Verkürzung der Bilanz beitrug. So konnten im Laufe des dritten Quartals die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 15,8 Millionen Euro auf 7,8 Millionen Euro abgebaut und auch die Finanzforderungen gesenkt werden.

Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen sind zum 31. Dezember 2010 mit 36,8 Millionen Euro bewertet. Der Wert der Vorratsimmobilien stieg zum 31. Dezember 2010 auf 69,5 Millionen Euro. Der Net Asset Value (NAV) nach EPRA-Vorgaben beläuft sich nach diesen Veränderungen auf 98,5 Millionen Euro. Bezogen auf die Anzahl von 13,89 Millionen ausgegebenen Aktien entspricht dies einem NAV von 7,09 Euro pro Aktie. Die liquiden Mittel lagen zum 31. Dezember 2010 bei 6,8 Millionen Euro und damit auf dem erwartet ausreichenden Niveau. Im laufenden vierten Quartal wurden zwei Objekte aus dem YKB-Portfolio veräußert. Hieraus entstehen noch vor Abschluss des Geschäftsjahres weitere, bereits budgetierte Mittelzuflüsse, die laut Magnat für den laufenden Betrieb und erste Investitionen in die Neuausrichtung des Portfolios genutzt werden sollen.

Ausblick
Am 10. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat Dr. Marc-Milo Lube zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Das neue Vorstandsteam, in dem Jürgen Georg Faè unverändert das Finanzressort verantwortet, hat seither die strategische Fokussierung der Magnat weiter vorangetrieben. Im Kern sieht die neue Strategie des Unternehmens vor, sich auf eine kleine Zahl von aussichtsreichen Kernmärkten zu konzentrieren, die überdurchschnittliches Potenzial aufweisen und auf denen sich das Unternehmen bereits eine gefestigte Position erarbeitet hat. Die Bereinigung des Portfolios um die Aktivitäten, die künftig nicht mehr im Fokus des Unternehmens stehen werden, soll die finanzielle Flexibilität bereitstellen, um das Geschäft in den Kernmärkten gezielt auszubauen. Diese strategische Fokussierung soll umsichtig und unverändert mit dem Ziel vorgenommen werden, Aktivitäten nicht unter Druck, sondern zu den besten erreichbaren Konditionen zu veräußern und Investitionen in neue Projekte nach sorgfältiger Analyse und Prüfung der jeweiligen Herausforderungen und Chancen zu treffen. Details der neuen Strategie sollen in den kommenden Wochen von Magnat bekannt gegeben werden.