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Kontinentaleuropäische Einzelhandelsinvestitionen erreichen 2007 28,2 Mrd. Euro

Investitionen in Einzelhandelsimmobilien in Kontinentaleuropa haben nach einer Untersuchung von Jones Lang LaSalle in 2007 ein Gesamtvolumen von 28,2 Mrd. Euro erreicht, gleichbedeutend einem Anstieg von 8 % im Vergleich zum Vorjahr.

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Auffällig ist dabei der Vergleich zwischen den beiden letzten Quartalen in 2006 und 2007. Während im 4. Quartal 2007 7,2 Mrd. Euro investiert wurden, waren es von Oktober – Dezember 2006 noch 10,1 Mrd. Euro. Höhere Finanzierungskosten und die Unsicherheit über die Preisentwicklung führten zum Rückgang des Volumens. Trotz dieser Entwicklung handelt es sich um das viertbeste Ergebnis, das jemals in einem vierten Quartal verzeichnet wurde.

Auf Deutschland entfielen mit 7,3 Mrd. Euro 26 % des kontinentaleuropäischen Transaktionsvolumens in 2007. Damit steht Deutschland europaweit auf Platz 1. „Bezeichnend für den deutschen Markt ist, dass die Top 20 der Investoren für ca. 80 % des Investitionsvolumens in den letzten drei Jahren verantwortlich zeichneten“, so Jörg Krechky (Bild l.), Leiter Shopping Center Investment Jones Lang LaSalle Deutschland.

Shopping Center blieben in Kontinentaleuropa das Hauptziel der Investoren. Ihr Anteil am Gesamtvolumen betrug 63 % (17,6 Mrd. Euro) nach 58 % im Jahr 2006. Fachmärkte (inklusive Supermärkte) kamen auf ein Transaktionsvolumen von insgesamt 10,42 Mrd. Euro (1. Halbjahr 5,45 Mrd. Euro, 2. Halbjahr 4,97 Mrd. Euro).

„Die aktuellen Daten legen den Schluss nahe, dass die Renditen für erstklassige Einzelhandelsimmobilien in Kontinentaleuropa resistent gegenüber der Kreditkrise waren“, so Jeremy Eddy, Direktor, European Retail Capital Markets, Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Für 2008 erwarten wir eine Preisanpassung unterhalb des Core-Segments und bei Objekten, die mit hohem Fremdkapitalanteil finanziert worden sind. Wir gehen von einer deutlich geringeren Aktivität opportunistischer Investoren aus. Core-Objekte mit weiteren Wertsteigerungspotentialen werden die begehrtesten in einer Assetklasse sein, die aber über ein limitiertes Angebot verfügt.

Regional gesehen erwarten wir für 2008 hohe Transaktionsvolumina auf den Märkten in Deutschland und Skandinavien. Auch in Spanien werden im Jahresverlauf mehr Anlageobjekte im Einzelhandelssektor zur Verfügung stehen. In Russland und der Türkei gehen wir von einem weiterhin kräftigen Wachstum aus“.

Weitere Einzelheiten
• Insgesamt wurden von Jones Lang LaSalle 2007 438 Einzelhandelstransaktionen in 25 kontinentaleuropäischen Ländern registriert. Mehr als 250 Investoren erwarben Einzelhandelsimmobilien, wobei die 10 größten für fast ein Viertel (24 %) des Gesamtvolumens verantwortlich zeichneten.

• Der Trend nach Osteuropa hielt auch 2007 weiterhin an. Russland war 2007 einer der aktivsten Märkte und lag europaweit mit 2,4 Mrd. Euro (8 % des Gesamtvolumens) auf dem dritten Platz hinter Deutschland und Frankreich (2,9 Mrd. Euro, 10 %). In der Türkei kletterten die Investitionsvolumina auf 940 Mio. Euro. In Rumänien, einem der am schnellsten wachsenden europäischen Wirtschaftsräume, verdoppelte sich das Volumen auf 1,1 Mrd. Euro, immerhin 4 % des Gesamtvolumens.

• In den skandinavischen Ländern zogen Schweden und Finnland mit 7 % beziehungsweise 5 % des kontinentalen Transaktionsvolumens das meiste Interesse auf sich.

• Die Immobilienentwickler stellten mit 31 % des Volumens die größte Gruppe unter den Verkäufern dar. Darin spiegelt sich der vor allem in Osteuropa außerordentlich aktive Entwicklungsmarkt wieder.

• Stark fremdfinanzierte Käufer überließen den Käufermarkt in 2007 zum größten Teil eigenkapitalorientierten Anlegern. Die aktivsten Käufer waren mit 35 % des Transaktionsvolumens die Immobiliengesellschaften, ein allerdings niedrigerer Anteil als 2006 (43 %). Sowohl Fonds / institutionelle Anleger (29 %) als auch Asset- und Investmentmanager (24 %) konnten ihre Anteile steigern.