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Kölner Schildergasse ist die meistbesuchte deutsche Einkaufsmeile

Das Immobilienberatungsunternehmen Kemper’s Jones Lang LaSalle hat die Ergebnisse seiner aktuellen Passantenfrequenzerhebung in Deutschlands Einkaufsmeilen vorgestellt. Die jährlich durchgeführte Studie ist die umfangreichste ihrer Art und beruht auf der Erhebung der Passantenströme in den 170 wichtigsten Einkaufsmeilen Deutschlands. Insgesamt wurden wie in den Vorjahren fast 700.000 Passanten ermittelt. Spitzenreiter ist einmal mehr die Kölner Schildergasse. Die Münchner Kaufingerstraße und die Frankfurter Zeil belegen die Ränge zwei und drei. Die Top-Lagen der Städte Münster, Hamburg, Nürnberg, Stuttgart, Leipzig, Dortmund und Wiesbaden komplettieren die Top 10-Platzierungen. In Ostdeutschland führt die Leipziger Petersstraße das Kemper’s Jones Lang LaSalle-Ranking an. Die mit Abstand meistbesuchte Luxusmeile in Deutschland ist die Düsseldorfer Königsallee.

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Kölner Schildergasse trumpft erneut auf
Das Kemper’s Jones Lang LaSalle-Städteranking weist die Kölner Schildergasse mit 12.585 Passanten pro Stunde einmal mehr als meistbesuchte Einkaufsmeile Deutschlands aus. In den Erhebungen der Jahre 2002 bis 2008 konnte die Lage diesen Platz sechs mal verteidigen und ihre Ausnahmestellung damit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Rein rechnerisch hält sich samstags in der Kerneinkaufszeit zwischen 11.00 und 18.00 Uhr jeder zehnte Kölner in der Schildergasse auf. Fast gleichauf folgt die Münchner Kaufingerstraße mit 12.580 Personen pro Stunde auf Rang zwei. Die Frankfurter Zeil belegt trotz der Baumaßnahmen für das „PalaisQuartier“-Projekt mit bis zu 11.420 Passanten Rang drei.

Auf Platz vier folgt die Münsteraner Ludgeristraße mit 10.820 Passanten pro Stunde. Der Lage gelingt erstmals der Sprung in die Top 10, nachdem sie in den vergangenen Jahren stets Werte zwischen 8.000 und 9.000 Passanten/Stunde erzielt hatte.

Die Hamburger Mönckebergstraße bestätigt ihre Vorjahresplatzierung und liegt mit 10.620 Passanten/Stunde erneut vor dem örtlichen Wettbewerber Spitaler Straße. Auch die Karolinenstraße in Nürnberg wiederholt den 2007 erstmals geschafften Sprung in die Top 10 und belegt mit 10.530 Passanten/Stunde Rang sechs. In der auf Rang sieben platzierten Stuttgarter Königstraße flanieren in Spitzenzeiten 10.125 Passanten/Stunde. Die Petersstraße in Leipzig schafft nach mehrjährigen U-Bahn-Bauarbeiten die von Kemper’s Jones Lang LaSalle prognostizierte Rückkehr in die Top 10. Stündlich zieht die Lage bis zu 9.360 Passanten an. Auch der Dortmunder Westenhellweg behauptet seinen Stammplatz unter den Top 10 mit 8.920 Besuchern/Stunde. Die Kirchgasse in Wiesbaden zählt neben Münster und Leipzig zu den drei Aufsteigern und erreicht mit 8.550 Passanten/Stunde erstmals einen Platz unter den zehn meistbesuchten deutschen Einkaufsmeilen.

Petersstraße in Leipzig 1a-Lage in Ostdeutschland
In Ostdeutschland zeigt sich die Leipziger Petersstraße nach dem Abschluss umfangreicher Bauarbeiten wieder als Nummer 1. Mit 9.360 Passanten/Stunde toppt sie sogar die am stärksten frequentierten Lagen in Berlin. Dort spiegelt sich der starke Aufwärtstrend des Alexanderplatzes auch in der Passantenfrequenz wider. Mit 8.400 Passanten/Stunde liegt dieser erstmals knapp vor der Tauentzienstraße (8.175) und dem Kurfürstendamm (6.725). Rang fünf in Ostdeutschland belegt die Kröpeliner Straße in Rostock (6.570 Passanten/Stunde). Die Dresdner Toplage Prager Straße folgt mit 5.255 Passanten/Stunde. Weitere gut besuchte Einkaufsmeilen in Ostdeutschland sind die Leipziger Straße in Halle, die Brandenburger Straße in Potsdam, der Erfurter Anger, die Straße der Nationen in Chemnitz und der Schweriner Marienplatz.

Höchste Dichte an Hochfrequenz-Lagen in Nordrhein-Westfalen
Die mit Abstand höchste Dichte an hochfrequentierten Einkaufsmeilen weist Nordrhein-Westfalen auf. Sieben der 25 bestplatzierten Einkaufsstraßen stammen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Es folgen Bayern mit drei und Baden-Württemberg mit zwei Top 25-Platzierungen. Hessen und Niedersachsen sind jeweils zwei mal, Rheinland-Pfalz ein mal in den Top 25 vertreten.

München hat die meisten Hochfrequenzlagen
München weist die meisten Hochfrequenzlagen unter Deutschlands Metropolen auf. Mit Kaufingerstraße, Neuhauserstraße, Weinstraße und Tal bietet der Standort gleich vier Einkaufsstraßen, die in Spitzenzeiten von mehr als 5.000 Passanten pro Stunde aufgesucht werden. Berlin, Düsseldorf und Hamburg bieten den Einkaufswilligen je drei Straßen dieser Anziehungskraft. In Dortmund, Köln, Leipzig und Nürnberg haben die Konsumenten die Wahl zwischen jeweils zwei zugkräftigen Topmeilen. In Frankfurt und Stuttgart konzentriert sich das Geschehen auf die Zeil bzw. Königstraße.

Düsseldorfer Kö weiterhin die bestbesuchte Luxusmeile
Bei den Luxusmeilen bleibt die Düsseldorfer Königsallee mit 6.090 Passanten/Stunde die bestbesuchte Lage ihrer Art. Sie hebt den Zuspruch im Vergleich zum Mittelwert der vergangenen fünf Jahre sogar weiter an. Mit großem Abstand folgt die Frankfurter Goethestraße mit 3.525 Passanten/Stunde. Die Münchner Maximilianstraße zieht bis zu 1.695, der Hamburger Neue Wall 1.770 bis zu Passanten pro Stunde an.

Hohe Kontinuität der Untersuchungsergebnisse
Gerhard K. Kemper, geschäftsführender Gesellschafter der Kemper’s Jones Lang LaSalle Retail GmbH: „Die Passantenfrequenz ist eine Momentaufnahme mit hoher Aussagekraft für die Standortqualität. Nachhaltige Frequenz-Veränderungen beeinflussen den erzielbaren Umsatz der Einzelhändler und wirken sich in der Folge auf die Mietnachfrage und Miethöhe aus. Nicht umsonst weisen die Rankings nach Passantenzahlen und Miethöhe erhebliche Übereinstimmungen auf. Für bundesweit tätige Einzelhandelsunternehmen ist die Frequenz deshalb ein interessanter Indikator für die Expansionsplanung.“

Wie in den Vorjahren weist die Zählung eine hohe Ergebnis-Kontinuität auf. Fast 60 Prozent der untersuchten Straßen weichen in ihrer Frequenz maximal 25 Prozent von den Vorjahreswerten ab. Sieben von zehn Top 10-Platzierungen zählten auch 2007 zu dieser Gruppe. Um die Aussagekraft weiter zu steigern, vergleicht Kemper’s Jones Lang LaSalle die Ergebnisse nicht unmittelbar mit dem Vorjahr. Stattdessen wird der Durchschnittswert der Zählungen aus den fünf Vorjahren 2003 bis 2007 als Vergleichsgröße herangezogen, um ein möglichst um Spitzen bereinigtes Bild zu erreichen. In diesem Jahr erfolgte die Zählung bundesweit zeitgleich am Samstag, den 17. Mai 2008, zwischen 13.00 bis 14.00 Uhr. In Einzelfällen wurden die Frequenzen aufgrund von Großveranstaltungen alternativ am 05. Juli 2008 ermittelt.