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Köln: Investoren schätzen Wirtschaftskraft der Stadt

In ihrem aktuellen Büromarktbericht und im jahresübergreifenden Investmentmarktbericht (2011/2012) für Köln untersuchte die Greif & Contzen Immobilien GmbH, wie sich der Immobilienmarkt der rheinischen Metropole zurzeit darstellt und sich in den kommenden Monaten entwickeln wird. Ihr Fazit: Der Standort gewinnt weiter an Bedeutung.

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Köln kann mit seiner wirtschaftlichen Kraft bei Investoren punkten – so ein Ergebnis der Marktforschung, die von der Stadt beauftragt wurde und deren Ergebnisse in den vergangenen Tagen vorgestellt wurden. Gespräche mit 1.500 Unternehmern, Forschern und privaten Köln-Besuchern haben gezeigt: Im Rahmen des Markenfindungsprozesses sollte Köln verstärkt mit seinen ökonomischen Pfunden wuchern. Die Branchenstruktur ist ausgewogen, traditionelle Industrie hat hier ebenso ihren Sitz wie Handel, Medien oder Versicherungen. Wichtiger Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung: der Immobilienmarkt.

Die jüngsten Erkenntnisse der Immobilienexperten von Greif & Contzen passen gut in dieses Bild: Der soeben veröffentlichte Greif-&- Contzen-Büromarktbericht, der die Marktentwicklung bis Mitte September skizziert und bis zum Jahresende hochrechnet, zeigt eine hohe Umsatzdynamik und eine leicht steigende Durchschnittsmiete. Und der ebenfalls gerade veröffentlichte Investmentmarktbericht belegt, „dass das Vertrauen in den Standort und seine langfristige Entwicklung berechtigt ist“, wie Theodor J. Greif, Geschäftsführer der Greif & Contzen Immobilien GmbH, betont. Seine Prognose: „Aufgrund der starken und kontinuierlichen Entwicklung seines Immobilienmarktes sowie den vergleichsweise soliden und stabilen Mieten und Renditen wird Köln weiter an Bedeutung als Investmentstandort gewinnen!“

Büromarktbericht: reger Vermietungsmarkt
Bis 15. September wurden in Köln rund 190.000 m² Bürofläche umgesetzt. „Der Kölner Vermietungsmarkt zeigt sich damit deutlich reger“, kommentiert Greif, „als noch zu Jahresbeginn erwartet.“ Obwohl es im Vergleich zum Vorjahr noch keine Großvermietungen über 10.000 Quadratmeter gegeben habe, sei ein Gesamtjahresumsatz von rund 270.000 Quadratmetern realistisch. Der Gesamtumsatz läge damit zwar unter dem Vorjahresumsatz von 330.000 Quadratmeter - der allerdings durch Sondereinflüsse wie die neue Rheinenergiezentrale geprägt war -, aber über dem Zehnjahresdurchschnitt. Auch die Durchschnittsmiete ist im Verlauf des Jahres gestiegen; sie liegt zurzeit bei 11,50 Euro pro Quadratmeter. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,4 Prozent. Und noch ein Indiz für einen dynamischen Standort: Nur 7,6 Prozent der gesamten Kölner Büroraumfläche von 7,6 Millionen Quadratmetern stehen leer.

Die begehrtesten Lagen in Köln sind zurzeit Rheinauhafen, MediaPark, Bankenviertel und Rheinufer Nord sowie rechtsrheinisch der Stadtteil Deutz.

Investmentmarktbericht: steigendes Transaktionsvolumen
Nicht nur für den Büro-, sondern für den Immobilienmarkt Köln insgesamt gilt: Die starke und kontinuierliche Entwicklung in den vergangenen Jahren hat den Rang der Stadt als einer der Top-Immobilienstandorte in Deutschland weiter gestärkt. „Köln ist bei nationalen sowie internationalen Investoren sehr beliebt“, beobachtet Immobilienexperte Greif.

Im Jahr 2011 lag das Transaktionsvolumen in Köln bei 3,6 Milliarden Euro – und damit leicht über dem des Vorjahres sowie dem Zehnjahresdurchschnitt von jeweils rund 3,4 Milliarden Euro. „Für das laufende Jahr rechnen wir mindestens mit einem gleich bleibenden Transaktionsvolumen, eher noch mit einem steigenden“, prognostiziert Greif.

Zu den größten Transaktionen auf dem Kölner Investmentmarkt gehören 2012 die Übernahme des hälftigen Joint Venture-Anteils am Großprojekt Gerling Quartier durch die Immofinanz Group, der Ankauf eines an die Sparkasse KölnBonn vermieteten Büroobjekts in Köln- Ossendorf durch die Wealthcap sowie der Verkauf des MGallery Mondial Hotels in der Kölner Innenstadt durch Accor. Zu den aktivsten Käufergruppen zählten auf dem Kölner Investmentmarkt 2011/2012 vor allem Private-Equity-Gesellschaften und Family Offices sowie Fondsgesellschaften und Projektentwickler.

Angesichts der anhaltenden Euro-Krise sind allerdings die konjunkturellen Aussichten unsicher. „Genau das lässt deutsche Immobilien aber noch stärker in den Fokus ausländischer und deutscher Kapitalanleger rücken“, ist Theodor J. Greif sicher. „Wir erwarten deshalb für 2013 gleich bleibende oder allenfalls 10 Basispunkte fallende Spitzenrenditen.“