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King Sturge-Studie: Transaktionsmarkt nimmt deutlich Fahrt auf

Das Transaktionsvolumen von europäischen Gewerbeimmobilien erreicht im ersten Quartal 2011 fast 32 Mrd. Euro und liegt somit über dem Volumen der Vorquartale. So wurden im vierten Quartal 2010 etwa 30,5 Mrd. Euro umgesetzt. Zwar werden nach wie vor die meisten Investitionen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland getätigt, doch auch in den skandinavischen Staaten sowie in Zentral- und Mitteleuropa steigen die Investmentaktivitäten. Vor allem die Länder wie Polen, wo die Investmentaktivitäten im ersten Quartal 2011 mit über einer Mrd. Euro doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum waren, geraten zunehmend in den Fokus der Investoren. Dies geht
aus der aktuellen King Sturge-Studie „European Property Indicators“ hervor, die die Gewerbeimmobilienmärkte von 26 europäischen Städten untersucht hat.

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„Während sich die Wirtschaft in den meisten europäischen Staaten erholt, sind die Aussichten auf den europäischen Gewerbeimmobilienmärkten uneinheitlich“, kommentiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland, die Studienergebnisse der Londoner Kollegen. „Große Differenzen ergeben sich je nach Land und Sektor.“

Die Büromärkte entwickeln sich Anfang 2011 am stärksten. Rund 40 Prozent aller untersuchten Städte verzeichnen Mietsteigerungen. In den Schlüsselmärkten London, Paris und Moskau werden die Büromieten im Verlaufe des Jahres weiter steigen, allerdings in geringerer Geschwindigkeit als 2010. Auch für die skandinavischen Metropolen Helsinki, Oslo, Kopenhagen und vor allem Stockholm wird eine weitere Steigerung der Bürospitzenmieten erwartet. „Da an den führenden Bürostandorten Europas die Premiumobjekte knapp werden, fokussieren sich Projektentwickler mittlerweile auf eine Sanierung von Flächen“, so Hettrich. „Zudem interessieren sich einige Anleger wieder für risikoreichere Länder und Produkte.“ An mittel- und osteuropäischen Standorten wird keine große Änderung der Bürospitzenmieten erwartet.

Industriemärkte: Mietwachstum in Moskau, Bratislava und Kopenhagen
Moskau, Bratislava und Kopenhagen weisen im ersten Quartal 2011 ein Anziehen der Mieten um rund fünf Prozent und mehr auf. Da es in diesem Segment aufgrund der Wirtschaftskrise kaum spekulative Entwicklungen gab, verknappen sich in einigen Märkten hochwertige Flächen. In diesem Jahr werden voraussichtlich nur an wenigen Standorten wie beispielsweise in der Umgebung von London Heathrow, Paris, Bratislava und eventuell auch in Istanbul die Mieten anziehen.

Einzelhandelsimmobilien: Kaum Spielraum nach oben
Während die Spitzenmieten für Einzelhandelsimmobilien in London, Paris und den nordischen Metropolen Stockholm, Oslo, Helsinki und Kopenhagen im ersten Quartal 2011 etwas ansteigen, bleiben die Spitzenmieten in den meisten Märkten Mittel- und Osteuropas stabil unter dem Niveau der Jahre 2007/2008. „Das Mietwachstum im Einzelhandel wird dieses Jahr an den meisten Standorten aufgrund der gedämpften Konsumentenlaune begrenzt sein“, prognostiziert Hettrich. „Ein marginaler Anstieg der Spitzenmieten wird für Deutschland, Norwegen und Schweden erwartet, wo sich die Wirtschaft am stärksten erholt.“ Auch in Mailand, Paris und London könnten die Spitzenmieten anziehen, da hier Flächen in Toplagen knapp sind.