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Kaufkraft Europa 2008: Neue Top 10

Kaufkraft 2008

Nach den Ergebnissen der GfK-Studie stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2008 aus dem Haushalts-Nettoeinkommen ca. 8 Billionen Euro für Konsumausgaben zur Verfügung. Staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten sind hier inbegriffen.

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Dies entspricht einer Kaufkraft beziehungsweise einem verfügbaren Einkommen von rund 12.500 Euro je Einwohner im Durchschnitt der 41 Studienländer. Die Spanne reicht aber von knapp 800 Euro je Einwohner in Moldawien bis zum gut 50-fachen in Liechtenstein (rund 44.900 Euro je Einwohner).

In den Top 10 sind Island und Großbritannien die Absteiger: Island lag 2007 noch auf Rang 4, in 2008 erreicht es nur noch Rang 7. Großbritannien fiel sogar ganz aus den Top 10 - von Rang 8 im Vorjahr auf Rang 11.

Die Veränderungen bei Großbritannien und Island sind allerdings maßgeblich währungsbedingt. Dieses Phänomen überlagert eventuelle andere Effekte. Der Anstieg Norwegens um einen Platz ist u. a. ausgelöst durch den Abstieg von Großbritannien, wird aber zudem verstärkt durch gegenläufige Währungsdifferenzen, da sich die norwegische Krone zum Euro positiv entwickelt hat. Da die GfK Kaufkraft in Euro auswiesen wird, bedeutet also eine sinkende Kaufkraft (in Euro) nicht unbedingt, dass die Einwohner im Land tatsächlich "ärmer" werden.

Deutschland klettert um einen Rang nach oben in die Top 10. Weiter in der Rangfolge nach oben geklettert sind auch die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Allgemein steigen die osteuropäischen Länder stärker an als die westeuropäischen; Ausnahmen hier sind jedoch Ungarn, Rumänien und Slowenien.

In den unteren Rängen hat sich zwar in der Reihenfolge nichts verändert, aber die Kaufkraftwerte je Einwohner entwickeln sich auch in den als "arm" geltenden Ländern Zentral- und Osteuropas deutlich positiv: Beispielsweise die Ukraine, wie schon in 2007 auf dem vorletzten Rang im Europavergleich, kann einen Kaufkraftzuwachs von rund 200 Euro je Einwohner verzeichnen und hat damit ein Wachstum von rund 13 Prozent. Den stärksten Anstieg hat Lettland mit 17 Prozent. Aber auch die Wachstumsraten in anderen südosteuropäischen Ländern sind beeindruckend, wenngleich auch die absoluten Werte noch weit unter dem Westniveau liegen.

Immerhin beträgt die Differenz im Kaufkraftniveau je Einwohner zwischen Portugal (Rang 19) und Slowenien (Rang 20), dem wohlhabendsten der neuen EU-Beitrittsländer von 2004, nur noch wenige Euro.