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Karstadt: Positives Ergebnis durch Immobilienveräußerung

Der KarstadtQuelle-Konzern konzentriert sich nach erfolgreicher finanzieller Sanierung auf die Verbesserung der operativen Leistungskraft und die Nutzung von Wachstumsspielräumen. Dazu verfügt der Konzern über neue strategische Optionen. Durch die Abwicklung einer ersten Tranche der Immobilienveräußerung ist dem Konzern am 3. Juli 2006 ein Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. Euro zugeflossen. Damit erhöhte sich die (pro forma) Eigenkapitalquote auf 16,7 % (2,8 % im Vorjahr). Die (pro forma) Nettofinanzverbindlichkeiten sind bereits deutlich auf 0,6 Mrd. Euro abgeschmolzen. Zum Jahresende soll sich eine Eigenkapitalquote von rund 20 % ergeben. Ferner sollen zum Jahresende keine Nettofinanzverbindlichkeiten mehr bestehen.

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Der bereinigte Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 6,47 Mrd. Euro (6,76 Mrd. Euro im Vorjahr). Dies entspricht einem Rückgang um 4,2 %. Angepasst um die Umsatzeffekte aus der Aufgabe von Katalogseiten im Versandhandel liegt der Umsatz zum Halbjahr 2006 nur um 1,2 % unter dem Vorjahr und im zweiten Quartal auf Vorjahresniveau. KarstadtQuelle erreichte im ersten Halbjahr ein Konzernergebnis (nach Minderheiten) in Höhe von plus 558,1 Mio. Euro (minus 271,9 Mio. Euro im Vorjahr).

Das bereinigte EBITDA betrug minus 41,7 Mio. Euro (plus 19,4 Mio. Euro im Vorjahr). Karstadt und Thomas Cook erreichten den Plan und weisen ein bereinigtes EBITDA deutlich über Vorjahr aus. Der Universalversand in Deutschland blieb jedoch bei Umsatz und Ergebnis deutlich hinter dem Vorjahr und dem Plan zurück. Im Universalversand Deutschland werden deshalb zusätzliche Sanierungsmassnahmen eingeleitet. Der Schwerpunkt liegt auf einem weiteren, signifikanten Abbau der Infrastrukturkosten in der Service-Group. Dafür wird ein außerordentlicher Sanierungsaufwand in Höhe von rd. 200 Mio. Euro geplant.

Das Management erwartet in der zweiten Jahreshälfte 2006 eine Verbesserung der Konzern-Umsatzentwicklung. Der Geschäftsbereich Versand sollte die negative Ergebnisabweichung gegenüber dem Vorjahr aus der ersten Jahreshälfte zwar verringern, wird sie aber nicht ausgleichen können. Die Bereiche Warenhaus und Touristik sollten sich hingegen weiter auf Plan und deutlich über Vorjahr entwickeln. Die Möglichkeit, dass diese beiden Bereiche in der zweiten Jahreshälfte durch eine Planübererfüllung die Abweichung des Versandhandels gegenüber dem Vorjahr ausgleichen und damit die zu Beginn des Jahres prognostizierte Steigerung des bereinigten Konzern-EBITDA (ohne Berücksichtigung der Immobilien-Transaktion) um insgesamt 20 % erreicht wird, hält der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt für nicht realistisch. Nach heutigem Kenntnisstand geht der Vorstand deshalb davon aus, dass das bereinigte EBITDA (ohne Berücksichtigung des Immobilienbereiches) gegenüber dem Vorjahreswert von 199 Mio. Euro (adjustiert um den ABS-Effekt im Versandhandel in Höhe von 50 Mio. Euro) um rund 10 % steigen wird. Die sich daraus im Verhältnis zum Plan ergebende Verringerung des Free Cash Flows wird durch einen voraussichtlich höher als geplanten Abbau des Working Capitals teilweise ausgeglichen.