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Italien: Bürovermietungsmarkt erlebt Nachfrageverschiebung

Nach dem jüngsten Office Research Report von Savills geht der Trend bei Mietobjekten auf den Büromärkten in Rom und Mailand hin zu Konsolidierung und Rationalisierung und weg von Expansion. Mieter verlangen qualitativ hochwertige Standorte im Grünen mit guter Verkehrsanbindung – ein deutliches Zeichen für die Nachfrage nach modernen Standorten außerhalb der Stadt.

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In Mailand ist die Nachfrage in 2008 bislang stark zurückgegangen – verglichen mit dem hohen Niveau Ende 2007. Zurückzuführen ist dies vor allem darauf, dass kleinere Büroflächen gesucht werden. Die Zeit der Expansion geht zu Ende und Firmen versuchen, ihre derzeit genutzten Flächen zu konsolidieren. Im Durchschnitt werden aktuell Objekte zwischen 500 und 1.500 m² nachgefragt. Gleichzeitig gibt es weniger Bedarf an Büros mit mehr als 5.000 m². Im Finanzsektor ist der Bedarf am größten. Auch bei der IT-Branche, dem Technologiesektor und der Industrie ist die Nachfrage sehr hoch. In der Stadt ist das Angebot weiterhin gut. Viele Projekte befinden sich in Planung oder im Bau. Dazu gehören auch spekulative Bauvorhaben, von denen ein nicht unbeträchtlicher Teil zu Projekten gehört, bei denen man wieder auf Mischnutzung setzt.

Die Anforderungen der Mieter steigen – eine gute Verkehrsanbindung und qualitativ hochwertige, moderne und effizient genutzte Flächen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass sich die Nachfrage auf Objekte außerhalb der Stadt konzentriert. Bürogebäude im Stadtzentrum befinden sich zwar an prestigeträchtigen Standorten, sind aber älter und hinsichtlich Ausstattung und Infrastruktur nicht mehr auf dem allerneuesten Stand. Die Mieten sind in diesem Jahr stabil geblieben, wobei im Umland die Steigerungen höher ausfallen. In Mailands Geschäftsviertel liegen die Mieten zwischen 350 Euro/m² und 460 Euro/m² für erstklassige Objekte. Außerhalb der Stadt sind die Mieten niedriger und betragen im Durchschnitt 210 Euro/m² bis 240 Euro/m².


Der Mietermarkt in Rom ist relativ stabil geblieben und verzeichnet nur vereinzelt Mietsteigerungen. Die höchsten Zuwächse gab es im E.U.R. Dort ist der Leerstand, wie auch im Geschäftsviertel, weiterhin sehr niedrig. Alles in allem sind Angebot und Nachfrage in der Stadt ausgeglichen, da sich dort weniger spekulative Objekte im Bau befinden.


Susan Trevor-Briscoe, Head of Savills Research Italy, führt aus: „In den vergangenen Jahren hat sich der italienische Investmentmarkt gut entwickelt. Dort war die „yield compression“ sehr hoch. Auch heute noch und trotz insgesamt weniger Transaktionen ist der ausgeglichene Markt in Italien für ausländische Investoren attraktiv. Unserer Ansicht nach wird deren Interesse allerdings nur zu einem marginalen Renditezuwachs führen.“