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Investorenwettbewerb entschieden - Neue Mitte am Hochschulcampus Garching

Um den Forschungsreaktor in Garching (1957) herum entstand in den folgenden Jahrzehnten eine Forschungslandschaft von Weltrang aus Einrichtungen der Technischen Universität und der Ludwigs-Maximilians-Universität München, Max-Planck-Instituten, Bayerischer Akademie der Wissenschaft und der Europäischen Südsternwarte. Ein Innovations- und Gründerzentrum nutzt den Genius Loci als Inkubator für neue Ideen, General Electric siedelte hier ihr Europäisches Forschungszentrum an. Rund ums „Atom-Ei“ entstand ein Ort der Spitzenforschung, von der als Excellenz-Universität ausgezeichneten TUM bis zum Physiknobelpreis für Prof. Dr. Theodor Hänsch (Direktor des Garchinger Max-Planck-Instituts für Quantenoptik).

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Jahrelang versuchte die TUM, auch wichtige Infrastrukturbauten mit staatlicher Finanzierung zu realisieren, vom Auditorium Maximum bis zum Gästehaus für Gastwissenschaftler. Angesichts der angespannten Haushaltslage kam jedoch kein Grünes Licht. Daraufhin regte TUM-Präsident Herrmann erfolgreich ein PPP-Projekt (Public Private Partnership) an, dem der Bayerische Ministerrat im August 2006 zustimmte.

Für die Freiflächen östlich des U-Bahnhofes Garching-Forschungszentrum wurde im März 2007 ein europaweiter mehrstufiger Investorenwettbewerb ausgeschrieben, der jetzt entschieden ist: Den Zuschlag erhielt die Gemeinschaft aus Lindner AG (Arnstorf), Seb. Pöttinger GmbH & Co. KG Bauunternehmung (Ottobrunn) und MoTo Projektmanagement GmbH (Unterhaching).

Die Partner werden auf insgesamt 32.700 m² Bruttogeschossfläche ein als Auditorium Maximum nutzbares Kongreßzentrum mit 1.300 Plätzen, ein Hotel, ein Gästehaus, ein Studentenwohnheim und 11.000 m² Büroflächen für wissenschaftsnahe Nutzung errichten, außerdem Läden und Restaurants. Einen Teil der Räume wird die TUM für ihre Zwecke nutzen können. Weder für den Bau noch für den Betrieb der neuen Mitte fließt Geld vom Freistaat, die Kosten trägt vollständig der Investor, so MoTo-Geschäftsführer Stefan Handke.
Mit der „Neuen Mitte“ öffnet sich der Hochschulcampus zur Stadt Garching. Stadt und Campus werden zusammenwachsen, der Campus wird städtisch, die Qualität der Versorgung steigt erheblich. Das ist auch gut so, denn „die besten Köpfe bekommt man nur, wenn die Infrastruktur besser ist als anderswo“ (TU-Präsident Herrmann).