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Investoren nutzen positive Anlageperspektiven in Hannover

Bis zu 340 Mio. Euro Kapital könnten in diesem Jahr in Zinshäuser fließen. „Neben regionalen und überregionalen Anlegern forcieren auch institutionelle sowie internationale Investoren die Nachfrage in Hannover, so dass das Preisniveau weiter steigen wird“, erläutert Lars Sörenhagen, Bereichsleiter Wohn- und Geschäftshäuser* bei Engel & Völkers Commercial Hannover. Bereits im zurückliegenden Jahr lag das durchschnittliche Objektvolumen bei rund 904.000 Euro und erreichte damit den höchsten Wert seit 2007 (986.395 Euro).

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Dynamischer Anlagemarkt
Im Jahr 2015 wurden insgesamt 349 Kaufverträge abgeschlossen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 5 %. Das dazugehörige Umsatzvolumen stieg um 26 % auf 316 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2016 prognostiziert Engel & Völkers Commercial in dem aktuell erschienenen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Hannover“, dass zwischen 340 und 370 Objekte gehandelt werden könnten. „Der Anlagemarkt in Hannover zeigt sich weiterhin dynamisch und bietet Investoren bei Bestandsimmobilien positive Anlageperspektiven“, fasst Sörenhagen zusammen.

Knappes Angebot
Da das Angebot in gefragten Lagen wie der Ost- und der Südstadt knapp ist, wecken zunehmend Objekte in den mittleren und einfachen Lagen das Interesse erfahrener Bestandshalter. Für sie kommen auch Sanierungsgebäude zum Kauf infrage, die eine langfristige Renditesteigerung erwarten lassen. „Aufteiler, die Miet- in Eigentumswohnungen umwandeln, sind unter anderem in den Stadtteilen Linden, Nordstadt und Vahrenwald sehr aktiv am Markt vertreten und akzeptieren das gestiegene Preisniveau“, berichtet der Marktexperte. In den mittleren Lagen liegen die Quadratmeterpreise in Wohn- und Geschäftshäusern bei bis zu 1.800 Euro und in den einfachen Lagen bei bis zu 1.300 Euro. In den sehr guten Lagen werden Preise zwischen 2.000 und 2.900 Euro/m² aufgerufen.

Stadtübergreifende Aufwertung
„Im gesamten Stadtgebiet tragen Projektmaßnahmen zur Aufwertung bei, wodurch sich beispielsweise in Hainholz und Vahrenwald einige Quartiere von einfachen zu mittleren Lagen entwickelt haben“, so Sörenhagen. Dort werden Faktoren bis zum 17,5-Fachen der Jahresnettokaltmiete aufgerufen. Teile von Linden entwickeln sich immer mehr von mittleren hin
zu guten Lagen. Die Faktoren in den guten Lagen liegen beim bis zu 19,5-Fachen.

Im Zentrum führen die Aufwertungsmaßnahmen und Neubauprojekte mit Wohnbebauung am Hohen Ufer und an der Rossmühle zu einer gesteigerten Nachfrage. „Dabei wird auch der Bereich am Marstall [Hannover: Am Marstall rollen die Bagger] als Schnittstelle zwischen Rotlichtviertel und Wohnquartier im Rahmen der Wettbewerbsergebnisse „Hannover City 2020+“ eine attraktive Belebung erfahren“, erwartet Sörenhagen. Auf dem Areal am Klagesmarkt soll der Bau von zentrumsnahen Wohn- und Geschäftshäusern die bisher getrennten Bereiche verstärkt miteinander verknüpfen [Meag nutzt Exit-Chance in Hannover]. Damit soll ein weiteres Angebot, insbesondere für die in Hannover verstärkt nachgefragten kleineren Wohnungen geschaffen werden.

Gesteigerte Bautätigkeit
Die geringe Bautätigkeit in der Vergangenheit sowie der kontinuierliche Bevölkerungsanstieg führten zu einem angespannten Mietwohnungsmarkt. Die Stadt reagierte darauf mit dem „Wohnkonzept 2025“, das die Schaffung und Modernisierung von Wohnraum mit jährlich mehr als 1.000 Wohnungen vorsieht. Schon 2015 wurden 1.116 Wohnungen fertiggestellt und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Zudem hat die Stadt mit einer Wohnbauflächeninitiative die planerische Offensive zur Ausweisung von zusätzlichem Bauland gestartet. Das damit verbundene neue kommunale Wohnraumförderprogramm schafft auch hier Anreize für Investoren. Dennoch dürften nach Ansicht von Engel & Völkers Commercial Hannover die geplanten Maßnahmen die steigende Nachfrage kaum decken.