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Investmentumsatz mit 30,2 Mrd. Euro zum dritten Mal in Folge auf Rekordniveau

Für das abgelaufene Jahr registrierten die sechs Colliers PropertyPartners-Büros an ihren Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, München und Stuttgart Immobilienverkäufe mit einem Gesamtvolumen von rund 30,2 Mrd. Euro. Das sind 8,6 Mrd. Euro bzw. 40 Prozent mehr als in 2006, wo an den Colliers-Standorten Transaktionen im Wert von 21,6 Mrd. Euro ermittelt wurden.

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Damit hat das Transaktionsvolumen an den sechs wichtigsten deutschen Standorten trotz Verunsicherung der Märkte in Folge der US-Hypothekenkrise noch einmal einen neuen Rekordwert erreicht, sagt Tobias Schultheiß, Investmentspezialist von Colliers Property Partners in Frankfurt.

Wie in den beiden vergangenen Jahren stellten internationale Investoren erneut die stärkste Nachfragergruppe mit 69 Prozent am Gesamtvolumen. Allerdings mit rückläufiger Tendenz: 2006 waren es noch 77 Prozent. Somit sind deutsche Investoren wie offene Immobilienfonds und Versicherungen wieder stärker auf der Käuferseite zu sehen und dürften im laufenden Jahr eine noch stärkere Bedeutung annehmen.

Für 2008 prognostizieren Colliers PropertyPartners stark abgeschwächte Transaktionsvolumina, die sich schon im zweiten Halbjahr 2007 angekündigt hatten. „Wir rechnen an den Colliers-Standorten im Gesamtjahr 2008 mit Umsätzen von etwa 18 Mrd. Euro, 44 Prozent weniger als in 2007“, so Schultheiß. Dies liege im Wesentlichen darin begründet, dass die Zeit der großen Portfolio-Transaktionen bis auf weiteres abgeschlossen sein dürfte, opportunistische Investoren vermehrt auf die Verkäuferseite wechseln und mit großvolumigen Einzeltransaktionen nur vereinzelt zu rechnen sei. Die Rückgänge in den einzelnen Städten fallen allerdings unterschiedlich schwer ins Gewicht und schwanken zwischen 22 und 63 Prozent.

Mit über 18 Mrd. Euro liegt das für 2008 prognostizierte Ergebnis aber immer noch deutlich über dem Niveau des langjährigen Mittels an den jeweiligen Standorten. Ein nachhaltiger Einbruch ist nicht zu erwarten, weil Investoren mit längerfristigem Anlagehorizont auf den Markt treten, die auf ein weiterhin gesundes wirtschaftliches Umfeld mit einem prosperierenden Vermietungsmarkt in Deutschland setzen. „Investoren setzen klar auf Wertsteigerungschancen durch sinkenden Leerstand sowie Neuverhandlung bestehender Mietverträge auf höherem Niveau“, so Schultheiß. Auch der weiterhin bestehende Anlagedruck auf den internationalen Kapitalmärkten und der Mangel an geeigneten Anlagealternativen dürfte für eine gesunde Nachfrage sorgen.

Die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2007 beobachteten Markttrends dürften sich fortsetzen:

- Ungebrochenes, hohes Interesse am Investmentstandort Deutschland;
- Nationale Investoren gewinnen weiter an Bedeutung;
- Der Wegbruch „arbitrage-orientierter“ Investoren wird durch nationale Investoren sowie solche, die traditionell einen langfristigen Investitionshorizont haben und somit mehr Eigenkapital einsetzen, absorbiert (offene Immobilienfonds und Versicherungen);
- Weniger Portfolio Deals und somit mehr Einzeltransaktionen;
Erstklassige Objekte in entsprechenden Lagen werden preisstabil bleiben, in Einzelfällen sind auch höhere Preise möglich. Renditen von Immobilien in B-Lagen werden leicht steigen;
- Nachgefragt werden vor allem Bürogebäude mit kurz- bis mittelfristig realisierbarem Miet- bzw. Wertsteigerungspotential;
- Vor dem Hintergrund der sich weiterhin positiv entwickelnden Bürovermietungsmärkte werden spekulative Projektentwicklungen mangels entsprechender Alternativen ebenfalls stark nachgefragt.