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Investmentmarkt Köln: Neuer Rekord erreicht

Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Mrd. Euro übertraf der Kölner Investmentmarkt nicht nur das bereits sehr gute Vorjahresergebnis um etwa 25 Prozent, sondern erzielte zudem einen neuen Rekordumsatz. Getragen wird das Resultat vor allem durch anteilig in Ansatz gebrachte Portfoliodeals, die 58 Prozent des Volumens ausmachten. Jedoch fiel mit 1,05 Mrd. Euro der Portfolioanteil absolut betrachtet niedriger aus als an den anderen deutschen Standorten. Dies ergibt der „Investment Market Report 2008“ für die sechs wichtigsten deutschen Bürostandorte, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Ende Februar veröffentlichen wird.

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„Das gesteigerte Investitionsvolumen zeigt sich auch in der Anzahl der verkauften Immobilien, die gegenüber 2006 um 52 Prozent auf nunmehr 141 Objekte zulegen konnten“, sagt Jens Hoppe (Bild l.), Kölner Niederlassungsleiter der Atisreal GmbH. „Das durchschnittliche Volumen pro Deal ging jedoch auf 13 Mio. Euro zurück, da die Kategorie ab 50 Mio. Euro sowohl hinsichtlich der Objektanzahl als auch der Volumina Einbußen zu verzeichnen hatte.“

Bei der Verteilung des Volumens nach Größenklassen sind gegenüber dem Vorjahr deutliche Veränderungen zu beobachten. So wurde in der Größenklasse über 50 Mio. Euro signifikant weniger umgesetzt als 2006 (-17 Prozentpunkte), sodass diese aktuell nur noch etwa 29 Prozent des Volumens hält. Hingegen konnte die Kategorie 10 bis unter 25 Mio. Euro ihren Anteil auf gut 34 Prozent erhöhen und somit den Spitzenplatz 2007 einnehmen.

Auf Käuferseite fanden sich wie schon 2006 Equity und Real Estate Fonds unter den großen Nachfragern. Auf sie entfallen 35 Prozent des Gesamtumsatzes. Auf den weiteren Rängen folgen Immobilien AGs (18,1 %), Immobilienunternehmen (12,4 %), Projektentwickler (10 %) und Versicherungen (8,1 %). „Die Anzahl ausländischer Käufer stieg gegenüber 2006 deutlich an und liegt nun bei 67,8 Prozent – ein Platz im Mittelfeld der großen Standorte Deutschlands“, erläutert Hoppe.

Auf Verkäuferseite ergaben sich kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Lediglich die öffentliche Verwaltung veräußerte deutlich weniger und belegt in der Rangliste nur noch einen hinteren Platz. Spitzenreiter bei den Verkäufern war wie 2006 die Gruppe der Bauträger und Projektentwickler (24,5 %), gefolgt von den Versicherungen (20,6 %), den offenen Fonds (18,1 %) und den privaten Anlegern (13,2 %). Der Ausländeranteil bei den Verkäufern stieg leicht gegenüber dem Vorjahr und beträgt derzeit 7,2 Prozent (2006: 5,9 %).

Auch 2007 entfiel ein Großteil des Investitionsvolumens auf Büroimmobilien, die ihren Anteil um 17 Prozentpunkte auf gut 65 Prozent ausbauen konnten. Demgegenüber gingen die Investitionen in Einzelhandelsimmobilien – in erster Linie angebotsbedingt – um 14 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent zurück. Hinsichtlich der Verteilung des Investmentumsatzes auf das Kölner Marktgebiet besaßen 2007 die zentralen Lagen die klare Favoritenrolle. So kann die City 60,2 Prozent des Umsatzes auf sich verbuchen, der Cityrand 26,7 Prozent und die Nebenlagen 13,1 Prozent.

„Während sich die Renditen bis zur Mitte des Jahres 2007 in einer Abwärtsbewegung befanden, stiegen sie im Zuge der Turbulenzen auf den Finanzmärkten wieder an – vor allem im dritten Quartal“, erläutert Hoppe.

„Trotz der allgemeinen Beruhigung zum Jahresende hin, kann auch für das Jahr 2008 von einem guten Investmentumsatz ausgegangen werden“, prognostiziert Hoppe. „Ein Rekordumsatz wie 2007 erscheint jedoch vor dem Hintergrund der weitestgehend abgeschlossenen Portfoliobereinigungen eher unwahrscheinlich. Im langjährigen Vergleich ist für 2008 dennoch mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis zu rechnen. Bei den Käufern wird sowohl eine Zunahme der längerfristig orientierten als auch der deutschen Investoren erwartet.“