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Investmentmarkt Hamburg findet zu alter Stärke zurück

Am Ende des Jahres 2010 betrug das Transaktionsvolumen auf dem Hamburger Markt für gewerblich genutzte Immobilien rund 1,9 Milliarden Euro und lag um 0,5 Milliarden Euro höher als im Vorjahr, wie aus einem Marktbericht von Grossmann & Berger hervorgeht. Das durchschnittliche Volumen der Einzeltransaktionen von über 20,6 Millionen Euro stellt für den Hamburger Markt ein ungewöhnlich hohes Ergebnis dar. „Der Markt für gewerblich genutzte Immobilien hat zu seiner alten Stärke zurück gefunden. Trotzdem hätte das Volumen bei ausreichendem Angebot erheblich höher ausfallen können“, resümiert Christoph Ringleben, Geschäftsführer von Grossmann & Berger, das vergangene Jahr. Da Investoren Hamburg weiterhin als einen der interessantesten deutschen Immobilienstandorte betrachten, werden Kapitalanlagen in Immobilien hier besonders stark nachgefragt. Allein im Dezember wurden Objekte mit einem Wert von über 400 Millionen Euro beurkundet.

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Detaillierte Kriterien beim Ankauf
Die offenen Immobilienfonds waren mit einem Anteil von etwa 20 Prozent erneut die aktivste Investorengruppe. Versorgungswerke/Pensionskassen folgten mit einem Marktanteil von cirka 16 Prozent vor Versicherungen, Bauträgern/Projektentwicklern und Immobilien-AGs mit jeweils über 10 Prozent. Geschlossene Fonds, Privatinvestoren und Non Properties (Eigennutzer) waren mit jeweils etwa 8 Prozent am Nachfragegeschehen beteiligt. „Wir beobachten, dass alle Investorengruppen sehr spezifische Vorstellungen beim Ankauf haben und sich für eine Vielzahl von Anlageobjekten interessieren“, so Christoph Ringleben. Nach wie vor spielt aber die erstklassige Immobilie innerhalb des Wallrings die größte Rolle. Mit einem Investitionsvolumen von rund 230 Millionen Euro waren internationale Investoren auf den Hamburger Markt für gewerblich genutzte Immobilien aktiv.

Projektentwickler dominieren Verkaufsgeschehen
Die traditionell starke Verkäufergruppe der Projektentwickler war 2010 mit einem Anteil von rund 44 Prozent der klar Erstplazierte am gewerblichen Transaktionsmarkt. Nach den privaten Investoren mit 11 Prozent folgten mit Anteilen von jeweils 10 Prozent die REITs, Offene Fonds, die Immobilien-AGs und Eigennutzer. Mit einem Volumen von 520 Millionen Euro erfolgte über ein Viertel der Verkäufe durch die in den Jahren 2005 bis 2007 sehr aktiven internationalen Investoren. Diese Gruppe erreichte nach Beobachtungen von Grossmann & Berger nicht die prognostizierten Verkaufserlöse, setzte aber mit ihren Transaktionen Zeichen hinsichtlich der erfolgreichen Veräußerbarkeit ausgewählter Objekte. Dabei spielten großvolumige Transaktionen im Bürosektor die größte Rolle. In diesem Bereich bestimmen traditionell die eigenkapitalstarken Käufer das Marktgeschehen. Portfolioverkäufe spielten im vierten Quartal 2010 erneut keine wesentliche Rolle.