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Investmentmarkt Frankfurt: Rekordumsatz von 6,1 Mrd. Euro

Bis zum Ende des dritten Quartals 2007 haben in Frankfurt Immobilien im Wert von rund 6,1 Mrd. Euro den Eigentümer gewechselt. Zum Jahresende dürfte die 7 Mrd. Euro-Marke erreicht werden, prognostiziert Tobias Schultheiß vom Frankfurter Immobilienunternehmen Colliers Schön & Lopez Schmitt.

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Das sei sowohl im Bundesvergleich als auch für Frankfurt als herausragendes Ergebnis zu werten, sagt Schultheiß. Im bereits umsatzstarken Vorjahr 2006 betrug das Transaktionsvolumen in Frankfurt noch rund 4,9 Mrd. Euro.

Insbesondere aufgrund der US-Hypothekenkrise sind im Gegensatz zu den ersten beiden Quartalen 2007 (mit einem Transaktionsvolumen von etwa 5,2 Mrd. Euro) im 3. Quartal deutlicher weniger Portfolien bzw. Landmark-Immobilien verkauft worden.

Es sei klar feststellbar, dass „die Zeit der arbitrage-orientierten Investoren mit non-recourse Finanzierungen und Fremdkapitalanteilen über 90 Prozent ohne oder verspätet einsetzender Tilgung der Vergangenheit angehören“, so Schultheiß. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Entscheidungszeiträume aufgrund der Zurückhaltung vieler Banken, Kredite zu vergeben stark verlängert haben und Fremdkapital teurer geworden ist.

Liquidität und Anlagedruck sind allerdings nach wie vor hoch, lukrative und sichere Anlagealternativen fehlten, so Schultheiß. Damit seien auf Seiten der Investoren zweierlei Auswirkungen aus der US-Hypothekenkrise festzustellen: Reine Finanzinvestoren rücken als Investoren in den Hintergrund bzw. ziehen sich zurück. Immobilieninvestoren mit langfristigem Interesse und höherem Eigenkapitaleinsatz wie offene und geschlossene Immobilienfonds, Pensionskassen, Versicherungen werden die Nutznießer dieser Marktsituation sein.

Im Ergebnis rücke die Qualität der Immobilie wieder in den Vordergrund. Wenn die Fundamentaldaten Lage-, Gebäude- und Mieterqualität stimmen, werden auch in Zukunft sehr hohe Preise erzielt werden können. Positiv auf das hohe Investoreninteresse wirkt sich der starke Bürovermietungsmarkt mit bis Ende des dritten Quartals rund 460.000 m² neu vermieteter Fläche, steigenden Mieten und sinkendem Leerstand aus.

Frankfurt ist nach wie ein hoch volatiler und deshalb interessanter Immobilienmarkt. Dies spiegelt sich in den aktuellen Suchkriterien der meisten Anleger wieder: Gefragt sind vorrangig Immobilien mit kurz- bis mittelfristig realisierbarem Mietsteigerungspotential.

Der Anteil von Colliers Schön & Lopez Schmitt am Gesamtumsatz der ersten drei Quartale (6,1 Mrd. Euro) beträgt etwa 475 Mio. Euro bzw. 7,8 Prozent.