Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Investitionen in Einzelhandelsimmobilien nehmen zu

Emissionshäuser, die bislang vor allem für ihre Büroimmobilienfonds bekannt sind, interessieren sich in letzter Zeit verstärkt für Einzelhandelsimmobilien. Unternehmen wie HSBC Trinkaus & Burkhardt und MPC Capital kündigten gegenüber "Thomas Daily" an, ihre Aktivitäten im Segment Einzelhandel verstärken zu wollen. Für ein Investment in Einzelhandelsimmobilien sprechen vor allem die meist langfristigen Mietverträge mit Laufzeiten von 10 bis 15 Jahren und die damit verbundenen stabilen Einnahmen.

.

Dass sich Investitionen in Einzelhandelsobjekte lohnen können, darüber sind sich alle Initiatoren einig. Uneinigkeit herrscht allerdings bei der Frage, welche Arten von Einzelhandelsimmobilien die lukrativeren sind.

Standorte für Big Boxes sind knapp
Einige Initiatoren wie die Unternehmensgruppe Hahn setzen auf Fachmarktzentren, sogenannte Big Boxes. Ihre Hauptargument für dieses Marktsegment: Standorte für großflächige Einzelhandelsimmobilien sind knapp; sie lassen sich aufgrund der Baunutzungsverordnung nicht beliebig vermehren. Angesichts der begrenzten Anzahl von Standorten ist die Nachfrage nach den großflächigen Objekten - verglichen mit Immobilien anderer Nutzungsarten - relativ stabil. Die Mieter bzw. Betreiber wollen sich ihre Standorte zudem meist für längere Zeiträume sichern und schließen daher langfristige Mietverträge ab.

Risiko der Nachvermietung bei Shopping Malls gering
Für andere Initiatoren kommen als Fondsobjekte vorrangig Shopping Malls in Frage. Die Architektur von Shopping-Centern sei weitaus attraktiver als die von Fachmarktzentren, gibt Andreas Schütz, Leiter Objektakquise bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, zu bedenken. Big Boxes hätten zudem oft keine gute Bausubstanz, meint Stefan Viering, Geschäftsführer bei der MPC-Gruppe.

Was das Risiko der Nachvermietung betrifft, so weisen Shopping-Center gegenüber den Fachmarktzentren einen entscheidenden Vorteil auf: Big Boxes haben in der Regel nur einen Mieter, Malls dagegen eine Vielzahl - die Nachvermietung sei hier wesentlich einfacher, meint Viering. Sollte der Hauptnutzer eines Objekts ausfallen, habe das gravierende Auswirkungen: "Das ist der Totalschaden für einen Fonds", sagte Viering