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Campus für Rechenzentren

Interxion investiert 1 Milliarde in Frankfurt

Der Rechenzentren-Betreiber Interxion hat jetzt weitere Pläne für das zu Beginn des Jahres gekaufte Teilgrundstück auf dem ehemaligen Neckermann-Areal und seinen kürzlich erworbenen Frankfurter Unternehmenscampus an der Hanauer Landstraßevorgestellt. Verkäufer war der von Beos gemanagte offene Spezial-AIF Beos Corporate Real Estate Fund Germany II, der den Deal Mitte des Monats bekannt gegeben hatte [wir berichteten]. Auf dem Grundstück befindet sich der deutsche Hauptsitz des Unternehmens sowie neun Rechenzentren, für die das Unternehmen Pachtverträge mit Restlaufzeiten von rund neun Jahren abgeschlossen hatte. Teil des erworbenen Grundstücks sind weitere Gebäude, die aktuell an andere Unternehmen vermietet sind. Mit dem Kauf des Campusgeländes ist Interxion nun Besitzer aller seiner 15 Frankfurter Rechenzentren. Zusammen mit den Kapazitäten auf dem bereits erworbenen Teil des ehemaligen Neckermann-Areals soll in den nächsten Jahren mit einer Investition von einer Milliarde Euro in der Mainmetropole einer der größten Datenumschlagsorte weltweit entstehen. Interxion stellte m Donnerstag gemeinsam mit der Stadt Frankfurt Details zum Projekt vor.

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Aus dem erst im Frühjahr erworbenen Grundstück auf dem ehemaligen Neckermann-Areal [Interxion sichert sich Teil des Frankfurter Neckermann-Areals] soll der Digital Park Fechenheim werden. Das rund einen Kilometer vom Frankfurter Unternehmenssitz gelegene Grundstück ermöglicht mit seinen etwa 107.000 m² zusätzliche IT-Kapazitäten von bis zu 180 Megawatt sowie einen vollständigen Anschluss an den bestehenden Campus. Die Stadt Frankfurt und Interxion haben sich zudem bereits über die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes von Egon Eiermann, dass das ehemalige Neckermann-Hauptgebäude war, geeinigt. Die Fassade sowie die Erschließungstürme sollen erhalten bleiben, und auch das Kesselhaus, das Pförtnerhaus und die ehemalige Personalkontrolle werden nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen.

„Die Bebauung eines teilweise denkmalgeschützten Areals stellt sicherlich eine Herausforderung dar – aber eine, der wir uns gerne stellen“, erklärt Jens Prautzsch, Geschäftsführer von Interxion Deutschland. „Dafür haben wir dem Denkmalschutz und den verantwortlichen Ämtern insgesamt vier Entwürfe präsentiert – zwei davon sind in die nähere Auswahl gekommen. Einer gemeinsamen Entscheidung sehen beide Parteien entgegen.“

Der Kaufprozess für das Grundstück erfolgt voraussichtlich in zwei Phasen und wird Anfang 2021 mit der endgültigen Eigentumsübertragung abgeschlossen sein. Für den Ausbau des ehemaligen Neckermann-Areals plant Interxion eine Gesamtprojektdauer von rund acht Jahren.

„Die Pacht- und Eigentumspositionen an einem der am stärksten vernetzten Campusse zu bündeln, stellt für unsere Kunden und uns einen erheblichen Mehrwert dar. Der Zusammenschluss angrenzender Kapazitäten und deren Ausbau bieten unseren Kunden für ihre digitalen Ziele langfristig Sicherheit in Bezug auf Versorgungs-, Leistungs- und Konnektivitäts-Anforderungen“, erklärt sagt A. William Stein, Vorstandsvorsitzender von Digital Realty, anläßlich der Transaktion.

Der Campus an der Hanauer Landstraße 296-326 umfasst etwa 43.000 m² auf 6,5 Hektar Fläche. Schon heute erstrecken sich die neun Interxion Rechenzentren über mehr als die Hälfte des Geländes. 40 Prozent der Liegenschaft sind derzeit an 21 Kunden mit einer durchschnittlich verbleibenden Mietdauer von etwa vier Jahren verpachtet. Nach Auslaufen der Pachtverträge wird das Gelände voraussichtlich von Interxion zur Errichtung weiterer Rechenzentrumskapazitäten erschlossen. An seinem Frankfurter Campus setzt Interxion nicht nur moderne Kühlverfahren zur anhaltenden Verbesserung der Energieeffizienz ein, sondern bietet seinen Kunden höchste Leistungsdichte mit bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien.

„Mit dem Kauf der Campus-Liegenschaft sowie des großen Grundstücks auf dem ehemaligen Neckermann-Areal schaffen wir die Grundlage für zukünftiges Wachstum. Davon können auch unsere Kunden profitieren. Als einer der weltweit führenden Rechenzentrumsanbieter liefern wir unseren Kunden eine kritische Infrastruktur, die ihnen entlang ihrer digitalen Transformationsstrategie auch kurzfristige Skalierungsmöglichkeiten bietet“, so sagt David Ruberg, Vorstandsvorsitzender von Interxion: A Digital Realty Company.