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Intelligentes Energiekonzept im Drahtwerk Nord

Im neuen St. Ingberter Gewerbegebiet Drahtwerk Nord entsteht ein kombiniertes Biomasse-Erdgas-Heizsystem, das künftig auch die Amtsstuben des St. Ingberter Rathhauses an kalten Wintertagen heizen wird.

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Umweltminister Stefan Mörsdorf überreichte heute im Rahmen eines Pressetermins im St. Ingberter Rathaus zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt rund 800 000 Euro an den St. Ingberter Oberbürgermeister Georg Jung und beglückwünschte ihn zu diesem Kombi-Heizsystem. Das hochmoderne Biomasse-Erdgas-Heizsystem wird zusätzlich an ein Nahwärmenetz angeschlossen, das bis in die Innenstadt reichen und hier auch den Rathauskomplex beheizen wird.

'Diese clevere Heizkombination, die mit einem Hackschnitzelkessel betrieben und durch einen Erdgaskessel ergänzt wird, ist ein gutes Beispiel für die sinnvolle Verknüpfung von regenerativen Energieformen mit fossilen Brennstoffen', so Umweltminister Stefan Mörsdorf. 'Ich freue mich, dass die Stadt St. Ingbert sich für dieses zukunftsweisende Heizmodell entschieden hat und hier einen energiepolitischen Leuchtturm gesetzt hat.'

Der größte Teil der Wärmeversorgung im neuen Gewerbegebiet Drahtwerk Nord wird auf Basis von regenerativen Energien mit einem Hackschnitzelkessel bereitgestellt, der eine Wärmeleistung von 1 000 Kilowatt bringt. Zu diesem Biomassekessel kann bei Bedarf ein zweiter Heizkessel zugeschaltet werden, der mit Gas befeuert wird und eine Wärmeleistung von bis zu 2 000 Kilowatt erzeugen kann. Die beiden Heizkessel werden in einer Energiezentrale auf dem Gelände des neuen Öko-Gewerbegebietes errichtet. Von dort aus kann das warme Heizwasser über ein hochmodernes Nahwärmenetz in das Gewerbegebiet und darüber hinaus auch bis in die Innenstadt zum Rathauskomplex weitergeleitet werden.

'Dieses kombinierte Heizsystem zeigt eindrucksvoll, wie sinnvoll die Kombination von Energieerzeugung aus Biomasse und fossilen Brennstoffen ist. In Verbindung mit einer zusätzlichen Wärmeverteilung über ein Nahwärmenetz ist diese Nutzung aber nicht nur unter den energetischen Geschichtspunkten sinnvoll, sondern zugleich auch zukunftsfähig', so Mörsdorf. 'Die Energiebilanz dieser Anlage ist wirklich eindrucksvoll.' Nach dem Stand der Planungen wird die Wärmeproduktion des Hackschnitzelkessels pro Jahr rund vier Millionen Kilowattstunden betragen. Bei einem durchschnittlichen Heizwert von 4,3 Kilowattstunden pro Kilogramm Hackschnitzel ergibt sich pro Jahr eine Bedarfsmenge von rund 900 Tonnen Hackschnitzeln. Das entspricht einem Volumen von rund 3 500 Kubikmeter. Durch den Einsatz von jährlich rund 900 Tonnen Holz bei dieser Heizanlage bleiben der Umwelt pro Jahr 1 100 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Da die Stadt St. Ingbert im so genannten Ziel-2-Gebiet der Europäischen Union liegt, können die Heizkesselanlage und das Nahwärmenetz aus dem Zukunftsenergienprogramm kommunal des Umweltministeriums gefördert und mit rund 40 Prozent bezuschusst werden.