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Institutionelle Immobilienfonds - Investoren unter Anlagedruck

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Immobilienfonds

Doris Pittlinger, Head of Fund Management Europe Invesco Real Estate, sieht vor allem in Zentral- und Osteuropa lukrative Immobilieninvestments. Dort gebe es derzeit überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. Auch in den kommenden Jahren sei deutliches Wachstum dort wahrscheinlich. Insbesondere Einzelhandelsimmobilien in Polen seien attraktive Investments. Der Grund: Das Pro-Kopf-Einkommen ist immer noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, zeigt aber Jahr für Jahr deutliche Steigerungen. Der Einzelhandel werde in Zentral- und Osteuropa auch in den kommenden Jahren noch von post-kommunistischen Nachholeffekten profitieren. Neben den Chancen sind die Immobilienmärkte in Zentral- und Osteuropa allerdings auch mit einigen spezifischen Risiken verbunden. So entspricht Doris Pittlinger zufolge die Größe der Märkte noch nicht westeuropäischen Standards. Selbst Warschau sei mit rund vier Millionen Quadratmetern Bestand kleiner als deutsche Regionalmärkte. Die Transaktionsvolumina in peripheren Märkten wie Bratislava, Sofia und Bukarest seien sehr zyklisch. Die Anforderungen an eine Exit-Strategie seien dadurch komplexer. Diese Risiken könnten aber durch lokale Präsenz und Marktkenntnis erfolgreich gemanagt werden. Das Outperformance-Potenzial gegenüber Immobilieninvestitionen in Westeuropa liegt laut Doris Pittlinger bei rund 150 Basispunkten.

Immobilien bieten nur eingeschränkten Inflationsschutz
Die Eigenschaft, vor inflationären Entwicklungen zu schützen, wird Immobilien immer wieder zugeschrieben. Alessandro Bronda von Aberdeen Asset Management äußert sich in Bezug auf den Inflationsschutz von Immobilien jedoch zurückhaltend. Aufgrund der Indexierung zahlreicher Mietverträge könne hohe Inflation zwar Ertragssteigerung bei Immobilien begünstigen. Allerdings entwickelten sich auf kurze Sicht die Immobilienrenditen nicht parallel zur Inflation. Außerdem gehen hohe Inflationsraten typischerweise mit hohen Zinssätzen einher. Diese schadeten letztendlich dem Kapitalwert der Immobilien.

Nachhaltigkeit ist nicht mehr weg zu denken
Über die ernormen Herausfordungen, die mit der Energiewende grundsätzlich verbunden sind, referierte auf der Scope Investment Conference Prof. Dr. Klaus Töpfer. Vor allem der Energieeffizienz von Immobilien komme bei der Energiewende eine entscheidende Bedeutung zu. Der Grund liegt auf der Hand: Die Energienachfrage ist zu rund 40 Prozent direkt und indirekt mit der Gebäudesubstanz verbunden. Vor allem die Bestandsobjekte müssten daher energetisch verbessert werden.

Das Thema Nachhaltigkeit beinhaltet neben energetischen jedoch noch zahlreiche weitere Aspekte. Eine Studie der Union Investment zeigt, dass auch bei institutionellen Investoren nachhaltige Strategien bereits stark verwurzelt sind. Von den im Rahmen der Studie befragten 218 Institutionellen integrieren fast zwei Drittel Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Kapitalanlage. Eine Vorreiterrolle nehmen dabei Stiftungen und Kirchen ein. Sie berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl der Kapitalanlagen sehr stark. Nach Auskunft von Dr. Christoph Schumacher, Geschäftsführer Union Investment Institutional Property, wollten mittelfristig alle Anlegergruppen Investments in nachhaltige Kapitalanlagen steigern. Nachhaltigkeit wird branchenübergreifend als fester Bestandteil der Immobilienstrategie gesehen, so Schumacher.

Zurückhaltender zeigten sich die Befragten, ob Green Buildings das Potenzial hätten, eine eigene Asset-Klasse zu werden. Außerdem gebe es nach wie vor Probleme mit den Beurteilungskriterien für nachhaltige Gebäude. Diese sind nach Ansicht der Institutionellen in weiten Teilen nicht eindeutig. Für die Befragten sind der Primärenergieverbrauch und Lebenzykluskosten von Immobilien die wichtigsten Kennzahlen für die Nachhaltigkeit.