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Guter Zwischenstand

Insolvenz: Fünf Project Grundstücke erfolgreich vermarktet

Im Verwertungsprozess von Immobilien der insolventen Nürnberger Project Immobilien-Gruppe hat Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun vier weitere Grundstücke veräußert. Damit sind jetzt fünf der 35 zum Verkauf stehenden Immobilien von Investoren übernommen worden. „Auch für alle 30 noch im Verkaufsprozess befindlichen Grundstücke gibt es Interessenten“, betonte Böhm. „Die Verhandlungen laufen.“

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Bei der ersten der verkauften vier Immobilien handelt es sich um ein rund 10.200 m² großes Grundstück in der Deutenbacher Straße 3 in Stein bei Nürnberg. Der Bebauungsplan für dieses Areal sieht eine Nutzung zu Wohnzwecken vor. Die geplante Wohnfläche liegt bei knapp 8.000 m². Gesichert hat sich das Grundstück Ten Brinke. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Das zweite verkaufte Grundstück liegt in der bayrischen Kreis- und Universitätsstadt Freising, nördlich von München. Es handelt sich um ein rd. 7.300 m² großes Areal im Quartier Angerbogen. Käufer ist die ECE Group, die den Zeitplan für ihr neues Wohnprojekt kürzlich schon vorgestellt hatte [wir berichteten].

Das Anger Quartier entsteht in einem neu erschlossenen Neubaugebiet in der Angerstraße. © Project Real Estate
Die zwei anderen verkauften Grundstücke befinden sich in der Dillenburger Weg 50 in der Düsseldorfer Innenstadt. Die Grundstücksflächen dieser beiden benachbarten Grundstücke betragen knapp 2.300 m² und etwas über 500 m². Beide Grundstücke sind überwiegend für den Bau von Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Die Bebauungspläne ermöglichen aber auch in geringerem Umfang Gewerbe- bzw. Nutzflächen. Zum Erwerber gibt es aktuell noch keine Auskunft. Auch hier wurde Stillschweigen über die Kaufpreise vereinbart.

Die Verkäufe in Düsseldorf und Stein wurden vom Beratungsunternehmen BGA Invest betreut. Für die Vermittlung des Verkaufs in Freising war Falkensteg verantwortlich. Die beiden Maklerhäuser sind mit der Vermarktung beauftragt.

„Im laufenden Verkaufsprozess zeigt sich, dass an Grundstücken für Wohnimmobilien weiterhin Interesse besteht“, sagte Böhm. „ Allerdings weniger von Projektentwicklern, die damit in den Einzelverkauf gehen wollen, sondern von eigenkapitalstarken Käufern, insbesondere Family Offices, die die Objekte in den Vermietungsbestand nehmen oder von Entwicklern, die für diese Zielgruppe bauen.“

Insgesamt standen 35 Immobilien zum Verkauf. Bei 23 Immobilien handelt es sich um unbebaute Grundstücke. Weitere fünf Immobilien sind Projekte, bei denen bereits mit den Bauarbeiten begonnen worden war. Zwar waren bei diesen Projekten einige Wohnungen verkauft worden, allerdings fanden sich keine Investoren, die das Projekt abschließen und die Wohnungen einzeln verwerten wollen. Böhm hat daher den Wohnungskäufern die Rückabwicklung ihres Kaufvertrages angeboten, damit diese Objekte an Investoren veräußert werden können, die die Immobilien fertigstellen und in den eigenen Bestand nehmen. Ziel ist es, den betroffenen Wohnungskäufern ihre bisher geleisteten Kaufpreiszahlungen in möglichst vollem Umfang zu erstatten. Und schließlich stehen weitere sieben Projekte zum Verkauf, die entweder ganz oder weit überwiegend für gewerbliche Nutzung konzipiert sind und bei denen die Bauarbeiten bereits begonnen worden waren.