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Ingenieure warten seit 10 Jahren auf Honorarerhöhung

Zur Diskussion um eine mögliche an die Bruttolohnentwicklung angelehnte Erhöhung der Bezüge der Abgeordneten des Deutschen Bundestages hat sich der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Beratender Ingenieure VBI Klaus Rollenhagen mit einem Offenen Brief an die Parlamentarier gewandt. Den Wortlaut des Briefes dokumentieren wir hier:

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„Offener Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Der Vorschlag des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, die Abgeordnetendiäten automatisch der Bruttolohnentwicklung anzupassen, hat bei den Ingenieuren und Architekten für erhebliche Irritationen gesorgt.
Wir haben großes Verständnis für das berechtigte Anliegen, dass eine gute Arbeit angemessen vergütet wird – der Verband Beratender Ingenieure als Interessenvertreter von rund 3.000 Ingenieur- und Architekturbüros fordert dies schon seit Jahren.
Fakt ist, dass für die über 85.000 Büros des Berufsstandes, mit annähernd einer halben Million Beschäftigten seit mehr als 10 Jahren die Honorarsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) nicht erhöht wurden. Wenn man berücksichtigt, dass im selben Zeitraum die Anforderungen der Bauherren an die Ingenieure und Architekten massiv ausgeweitet wurden, kann man sich vorstellen, wie dramatisch sich die Situation zugespitzt hat.
Innovative und wirtschaftlich gesunde Ingenieur- und Architekturunternehmen sind eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung unseres Wohlstandes und für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Wenn junge Menschen kein Interesse mehr am Beruf des Ingenieurs bzw. der Ingenieurin zeigen, weil sie wissen, dass die Gehaltsentwicklung und Zukunftsaussichten unterdurchschnittlich sind, dann bewegen wir uns in eine kritische Richtung und gefährden damit mittelfristig den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Wir würden es daher sehr begrüßen, wenn Sie unser Anliegen auch zu Ihrem Anliegen machen und unsere Forderungen nach angemessener Vergütung der Ingenieure und Architekten unterstützen.
Zur Erläuterung der Situation der Ingenieure und Architekten stehen wir jederzeit gerne zu Gesprächen zur Verfügung.
Klaus Rollenhagen“