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Inflation und Immobilien: eine janusköpfige Kombination?

Dr. Beyerle

Ein Gespenst geht um in Europa: Nein, es geht hier nicht um politische Vorzeichen. Vielmehr haben wir es mit etwas zu tun, was man nicht unmittelbar sieht, geschweige denn anfassen kann, aber doch bei vielen ein Stöhnen an der Supermarktkasse oder an der Tankstelle nach sich zieht. Richtig: Die Inflation, die Geldentwertung. Lange im Zaum gehalten, zuweilen gar totgesagt, aktuell als das neue Schreckgespenst ausgemacht. Hinzu kommt, dass die Weltwirtschaft gleichzeitig durch eine Kumulation von Stress-Faktoren belastet wird. Angefangen mit der anhaltenden Finanz- bzw. Subprimekrise, dem damit einhergehenden Einbruch der Aktienkurse, gefolgt von den steigenden Preisen für Energie, Nahrungsmittel und Baumaterialien. Diese Melange sorgt für das, was Analysten als ein Eintrüben der ökonomischen Großwetterlage bezeichnen. Wachstumsperspektiven? Lediglich in Asien und in den emerging markets. Erstes Analyseergebnis: Die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich rapide verschlechtert, die Risikoaversion der Investoren ist gestiegen und die Volatilität hat deutlich zugenommen. Eine klassische Steilvorlage für Investitionen in Immobilien.

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Besonders in Zeiten hoher Inflationsraten - im Juli 2008 lag diese in Deutschland mit 3,3 % auf einem 15-Jahres-Hoch – werden die Vorzüge von Sachwerten bzw. die Strategie, in Immobilien zu investieren, empfohlen, da sie als grundsätzlich wertstabiles Wirtschaftsgut gelten. In der Regel steigen die Werte der Immobilien analog zur Inflation, sofern Angebot und Nachfrage gleich und andere Einflüsse außen vor bleiben. Aber entspricht das noch der Realität? Erlebt die Immobilie nach Subprime ein Comeback als Schutz vor Inflation? Spätestens seit dem Ausbruch der Subprimekrise hat die Immobilie als Imageträger verloren. Doch dieser „Werteinbruch“ ist regional- (siehe USA, Großbritannien und Spanien) und segmentspezifisch (Wohnimmobilien) zu betrachten und besitzt keine globale Allgemeingültigkeit.

Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die westlichen Immobilienmärkte sind insgesamt stabil. Wie verhält sich der Anleger in Zeiten anziehender Teuerung? Welche wertstabilen Anlegemöglichkeiten gibt es in Bezug auf die Inflation? Kann vor diesem Hintergrund die Immobilieninvestition Sicherheit und Inflationsresistenz bieten? Hier stellt sich auch die Frage, ob Offene Immobilienfonds von der Inflation in Form nominaler Ertragssteigerungen profitieren können, nachdem es beispielsweise bei Immobilienaktien einen Kursrutsch gegeben hat.

Der vorliegende ImmobilienFOKUS versteht sich als Diskussionsansatz, die Vorteile einer direkten und indirekten Immobilieninvestition in Zeiten einer anziehenden Inflation aufzuzeigen. Gleichwohl gibt es in Bezug auf die theoretischen Inflationsursachen immer noch erhebliche Forschungsdefizite. „Inflation und Immobilie“ sind offensichtlich
janusköpfig gepaart. Janus ist der Gott der Türen und Tore, der Ein- und Ausgänge. Schauen wir also hinter die Tür.

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