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Indirekte Immobilienanlagen in Deutschland gleich behandeln

Anlässlich der öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zum Gesetzentwurf zur „Schaffung von Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen (G-REITs)“ am 28.02.2007 erklärt der Hauptgeschäftsführer des VGF Verband Geschlossene Fonds e.V., Rechtsanwalt Eric Romba, wie folgt:

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Die Branche der Anbieter geschlossener Fonds steht der Einführung der Exit-Tax grundsätzlich positiv gegenüber. Die Regelung gibt Impulse, die bestehenden umfangreichen Immobilienbestände privater Unternehmen in ein effizientes, professionell geführtes Anlagevehikel zu überführen.

Die derzeit vorgesehene Regelung beschränkt die Exit-Tax auf REITS und offene Immobilienfonds. Diese Beschränkung benachteiligt geschlossene Immobilienfonds beim Einkauf von Objekten für Fonds erheblich. Um im Wettbewerb um die zum Verkauf stehenden Unternehmensimmobilien mithalten zu können, müssten geschlossene Immobilienfonds höhere Preise zahlen, denn ohne höhere Kaufpreise ist der Vorteil des Verkäufers durch die Exit-Tax nicht auszugleichen.

Geschlossene Immobilienfonds sind wie offene Immobilienfonds und REITs Anlageformen für ein breites Publikum. Sie sind eine etablierte Form der indirekten Immobilienkapitalanlage. In Deutschland sind rund 130 Milliarden Euro in geschlossenen Immobilienfonds investiert. Dies ist ein fast doppelt so hohes Investitionsvolumen wie in offenen Immobilienfonds mit 74 Milliarden Euro. Allein die geschlossenen Inlandsimmobilienfonds investierten in 2006 rund 5 Milliarden Euro in den deutschen Immobilienstandort. Dieser Trend sollte unterstützt und nicht durch diskriminierende Steuerregelungen gebremst werden.

Die Exit-Tax Regelung benachteiligt zudem den Mittelstand. Immobilien von kleinen und mittelständischen Unternehmen sind aufgrund ihrer Größe oder betrieblichen Einbindung kaum REITs-geeignet. Es ist fragtlich, ob REITs bereit sind, in mittelständige Unternehmensimmobilien zu investieren. Aus Gründen der Chancengleichheit zwischen Mittelstand und Großunternehmen ist es daher unverzichtbar, den Anwendungsbereich der Exit-Tax auf sämtliche Formen indirekter Immobilienanlagen und des Outsourcings von Immobilieninvestitionen auszudehnen.