Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Indexierte Mietverträge und Mehrwertsteuererhöhung

Steigerung des Verbraucherpreisindex absehbar
Anhebung der Versicherungssteuer wirkt in gleiche Richtung

.

Das Maklerhaus Kemper’s erwartet aufgrund der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung Preissteigerungen bei indexierten Mietverträgen für Gewerbeimmobilien. Da die Indexierung von Mietverträgen auf Basis der Endverbraucherpreise und damit inklusive Mehrwertsteuer errechnet wird, ist auf Mieterseite mit Kostensteigerungen zu rechnen.

Rein rechnerisch liegt die mit der Erhöhung der vollen Mehrwertsteuer einhergehende Preissteigerung bei 2,6 Prozent. Da nicht alle Händler den Steuerzuschlag in vollem Umfang weitergeben werden und bestimmte Produkte und Dienstleistungen nicht der vollen Besteuerung unterliegen, dürfte die Preiserhöhung allerdings tatsächlich geringer ausfallen. Kemper’s beruft sich auf informelle Aussagen des Statistischen Bundesamtes, welches die zu erwartende Preissteigerung mit etwa 1,5 Prozent beziffert. Gerhard K. Kemper, geschäftsführender Gesellschafter der Kemper’s Deutschland GmbH: „Die Mehrwertsteuererhöhung wirkt sich preiserhöhend auf den Index und die entsprechenden Indexerhöhungen aus. Verstärkt wird diese Wirkung durch die ebenfalls Anfang 2007 greifende Anhebung der Versicherungssteuer. Während Vermieter mit Wertsicherungsklausel die Steuererhöhungen kompensieren können, müssen Mieter mit Preissteigerungen rechnen.“ Gleiches gilt laut Kemper’s für die Nebenkosten, bei denen sich die Mehrwertsteuererhöhung ebenfalls preiserhöhend bemerkbar macht.

Einen Trend zu branchenbezogenen Indexierungen, etwa bezogen auf die Entwicklung der Einzelhandelspreise, erwartete Kemper’s nicht. Aufgrund des hohen Nachfragedrucks auf dem Markt für Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen ist ein Abweichen von der gängigen Heranziehung des Verbraucherpreisindex auch in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten.