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IMW Immobilien mit deutlichen Wertkorrekturen

Während das Geschäftsjahr 2007/08 (1.4.2007-31.3.2008) der IMW Immobilien AG recht erfolgreich verlief, zeigen sich die Spuren der internationalen Finanzkrise deutlich im Halbjahresbericht (1.4.2008-30.9.2008): Auf den Immobilienbestand waren erhebliche Wertkorrekturen von rund 73 Mio. Euro vorzunehmen.

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Der Vorstandsvorsitzende der IMW AG, Hartmut Fromm, sieht in der globalen Finanzkrise den Auslöser dafür, dass sich nun auch auf dem deutschen Immobilienmarkt eine angespannte Lage ergibt. "Vertragsabschlüsse verzögern sich oder kommen gar nicht zustande. Für Käufer sind Kredite teurer geworden und schwerer zu bekommen. Die Immobilien-Unternehmen sowie alle Marktteilnehmer sind zunehmend pessimistischer geworden." so Fromm.

Halbjahreszeitraum 2008/09
Im Berichtszeitraum sind sowohl die Mietererlöse leicht auf 29,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 28,9 Mio. Euro) als auch das operatives Ergebnis auf 16,4 Mio. Euro (Vorjahresvergleichswert: 15,0 Mio. Euro) gestiegen. Dagegen resultieren aus der Bewertung der Immobilienbestände zum 30.09.2008 Buchverluste von saldiert 73,3 Mio. Euro. Auch das Zinsergebnis liegt mit -14,6 Mio. Euro unter dem Vorjahresvergleichswert von -13,8 Mio. Euro.

Der Konzernverlust beträgt -61,6 Mio. Euro zum 30.09.2008. Zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres konnte ein Konzerngewinn von 22,4 Mio. Euro ausgewiesen werden, der allerdings maßgeblich von Steuereffekten getragen wurde.

Die Unternehmensgruppe konnte vor wenigen Wochen Verträge im Volumen von rund 17 Mio. Euro über den Verkauf von fünf überwiegend gewerblich genutzten Objekten in Hamburg und Hannover abschließen. Die erzielten Mittel dienen vor allem der Rückführung von Darlehen. Auch künftig soll die Portfoliostruktur gestrafft und auf den Wohnbereich konzentriert werden.

Aufgrund des insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes hat der Vorstand ein Kostensenkungsprogramm beschlossen, in dessen Rahmen die Personal- und sonstigen Kosten um 20 Prozent reduziert werden sollen.

Zwischenzeitlich hat eine Bank die Darlehensverträge für zwei Teilportfolien gekündigt. Dem vorausgegangen ist eine Auseinandersetzung über das Vorliegen bzw. den Umfang der behaupteten Vertragsverletzungen. Dabei beruft sich die Bank auf formale Kriterien und hatte in einem Teilportfolio die Auszahlung der restlichen Darlehensvaluta verweigert. Die IMW-Gruppe vertritt dagegen die Auffassung, dass die Reaktion der Bank unberechtigt ist; aufgrund der gesetzlichen Regelungen aber müsse die Geschäftsführung für ein Teilportfolio Insolvenzantrag stellen.

Die Kündigung und das Kreditrisiko beschränkt sich auf diese beiden Portfolien und löst keine Haftung der IMW AG oder ihrer anderen Objektgesellschaften aus. Das betroffene Immobilienvolumen ist kleiner als 7 Prozent der Gesamtportfolien.