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Immofinanz durch neues Gutachten gestärkt

Ein neues Gutachten im Anlegerverfahren stärkt die Position der Immofinanz. Das Gutachten, welches im Rahmen eines Musterverfahrens erstellt wurde, bezieht sich hauptsächlich auf die damaligen Kursverläufe der Aktien der Immoeast AG und deren Praktiken. Geführt wird dabei das Musterverfahren von einer Rechtsschutzversicherung im Auftrage von ehemaligen Immobilienanlegern, die Klage auf Schadensersatz und Irrtumsanfechtung in Höhe von 663.000 Euro erheben.

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Das nun vorliegende Gutachten fällt jedoch zum Nachteil der Kläger aus und besagt demnach, das die damaligen Kursverläufe einzig durch die regulären Bewegungen am Kapitalmarkt entstanden sind. Nach Auskunft der Immofinanz-Gruppe seien gegenwärtig noch mehrere Hunderte Klagen in dieser Sache von Anlegern anhängig.

Das Gutachten selbst wurde durch den Sachverständigen Stefan Bogner unter dem Aktenzeichen „47 CG 36/10 m“ erstellt. Die Frage ob die Kursverläufe aus den Jahren 2006 und 2007 anders als durch die normalen Bewegungen am Immobilienmarkt zu erklären sein, wird hier eindeutig mit Nein beantwortet. Beobachter sehen das als deutliches Zeichen, welches sich auch auf die anderen anhängigen Verfahren übertragen wird. Die ehemaligen Anleger werden damit bei ihren Klagen kaum Aussicht auf Erfolg haben.

Insgesamt schließt dieses Gutachten auf ein bereits bestehendes aus dem Jahr 2010 auf, das ebenfalls zu dem gleichen Ergebnis gelangte [Vorwurf der Kursmanipulation bei Immoeast unbestätigt]. Die Gegenseite kritisiert nach wie vor beide Gutachten. Da es sich jedoch um unabhängige Expertisen handelt, rechnet man bereits mit einer Klageabweisung für viele der noch anhängigen Verfahren, indem es noch nicht zu einer Verfahrenseröffnung gekommen ist. Allerdings kam man bei der Erweiterung des ersten Gutachtens (Ergänzung) zu dem Schluss, dass der damalige Aktienrückkauf durch die Immofinanz das Vertrauen nachhaltig geschädigt habe. Dennoch wird diese Feststellungen keinerlei Einfluss auf die weiteren Verfahren haben.