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Immoeast fährt Minus ein

Karl Petrikovics

Die Ergebnisse des ersten Quartals des Geschäftsjahrs 2008/09 (1. Mai 2008 bis 31. Juli 2008) der Immoeast wurden durch Währungseffekte und Abwertungen des Immobilienportfolios der Gesellschaft negativ beeinflusst. Trotz weiterhin guter Entwicklung beim operativen Geschäft des Unternehmens führte das zu einem negativen Periodenergebnis.

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Das Ergebnis des operativen Geschäfts (EBITDA) erreichte 33,7 Mio. Euro. Gegenüber dem um Sondereinflüsse (Zusatzerträge aus dem Verkauf von Immobilien und Immobilienbeteiligungen) bereinigten EBITDA im 1. Quartal des Vorjahrs von 26,3 Mio. Euro bedeutet das ein Plus von 28,2 Prozent. In ähnlich hohem Ausmaß legte der Cash Flow zu (plus 40,2 Prozent von 18,2 Mio. Euro auf 25,5 Mio. Euro). Auch beim Umsatz konnte ein erfreulicher Zuwachs um 35,9 Prozent von 62,3 Mio. Euro auf 84,69 Mio. Euro verzeichnet werden.

Belastet wurde die Bilanz allerdings durch negative Ergebnisse aus der Neubewertung des Portfolios. Den stärksten Einfluss auf die Bilanz hatten dabei negative Währungseffekte, die sich mit einem Minus von 187,7 Mio. Euro niederschlugen. Diese Abwertungsverluste aus den gegenüber dem Euro gestiegenen Fremdwährungskursen der zentral- und osteuropäischen Währungen bedeuten jedoch keine reale Wertminderung, da Mieten in der Regel in Euro bzw. in Russland in USD vereinbart werden und sowohl Ankaufs- als auch Verkaufstransaktionen ausschließlich in diesen beiden Währungen stattfinden.

Da die Wechselkurse der zentral- und osteuropäischen Währungen seit dem Bilanzstichtag wieder gesunken sind, würde der zum Quartalsberichtszeitpunkt ausgewiesene bilanzielle Effekt zum 13. September nur mehr 89,2 Mio. Euro statt 187,7 Mio. Euro betragen.

Darüber hinaus wurden jedoch auch Abwertungen auf den Immobilienbestand wegen generell gestiegener Marktrenditen vorgenommen. Die Durchschnittsrendite, die für die Berechnung des Verkehrswerts des Immobilienbestands angesetzt wurde, stieg im Zeitraum vom 30. April 2008 bis zum 31. Juli 2008 um ca. 25 Basispunkte auf etwa 7 Prozent für das Gesamtportfolio. Das führte, bezogen auf das bilanziell ausgewiesene Immobilienvermögen, zu einer Abwertung um 2,4 Prozent oder 105,9 Mio. Euro.

Diese beiden Faktoren führten zu einem negativen Neubewertungsergebnis in Höhe von 293,63 Mio. Euro. Das wiederum führte zu einer deutlichen Verschlechterung bei EBIT auf minus 261,4 Mio. Euro nach plus 93,1 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Das Ergebnis vor Ertragssteuern fiel von 114,2 Mio. Euro auf minus 77,0 Mio. Euro.

„Die Entwicklung des operativen Geschäfts freut uns sehr, das geänderte Marktumfeld führt aber zu Belastungen im Bereich der Portfoliobewertung, die, verstärkt durch negative Währungseffekte kein positives Periodenergebnis ermöglichen“, erklärt Immoeast-Generaldirektor Karl Petrikovics.