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Immobilienumsatz in Deutschland bei 21,34 Mrd. Euro

Im ersten Halbjahr 2006 wurden in Deutschland bei insgesamt 152 gewerblichen Immobilientransaktionen 21,34 Mrd. Euro umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt das Research der DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH in einer aktuellen Marktanalyse. Bei 77,6 Prozent der Transaktionen treten deutsche Marktteilnehmer als Verkäufer auf, während ausländische Investoren mit 55,2 Prozent bei der Nachfrage überwiegen. Auf der Käuferseite liegen Großbritannien mit 12,3 Prozent und die USA mit 7,1 Prozent, nicht zuletzt wegen ihrer Funktion als internationale Kapitalsam- melstellen, bei einer Länderbetrachtung vorn. Weitere 18,2 Prozent der In- vestitionen sind Ländern aus dem EU-Raum zuzurechnen.

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Attraktiver Immobilienmarkt Deutschland
Diese Ergebnisse machen die Attraktivität des deutschen Immobilienmark- tes für deutsche und auch ausländische Investoren sichtbar. „Immobilien- investoren kommen derzeit nicht am „Hotspot Deutschland“ vorbei“, sagt Dr. Thomas Beyerle, Leiter Research und Strategie bei der DEGI. Dafür spricht auch der auffallend hohe Anteil von Transaktionen an B-Standorten (Städte mit weniger als 5 Mio. m² Bürofläche) von 52,5 Prozent. Beyerle stimmt dies optimistisch, denn das deutet darauf hin, dass Investoren auch bereit sind, höhere Risiken als an den klassischen Investmentstandorten einzugehen. Ein weiteres Indiz für den positiven Trend am deutschen Immobilienmarkt sieht der Chefresearcher darin, dass es sich bei einem Großteil der analy- sierten Deals nicht um Einzeltransaktionen, sondern um Portfolioverkäufe handelt: „Kapitalmarktinvestoren wollen mit Portfoliokäufen schnell ein Deutschland-Exposure aufbauen, um die aktuell günstige Marktphase zu nutzen.“

Verschiebung zu gewerblichen Immobilien
Das 2005 zu beobachtende Übergewicht der Wohnimmobilien bei den Immobilienumsätzen, ein Sondereffekt des bis heute größten Wohnport- folioverkaufs der Viterra, ist im ersten Halbjahr 2006 nicht mehr zu erken- nen. Der Schwerpunkt des Transaktionsvolumens liegt 2006 in den Berei- chen Einzelhandel mit 48 Prozent und Büro mit 26 Prozent. Der größte Deal ist der Verkauf eines Immobilienpakets der KarstadtQuelle AG im Wert von 4,5 Mrd. Euro an ein Gemeinschaftsunternehmen von Whitehall Fund (51%) und KarstadtQuelle (49%). Transaktionen mit Wohnimmobilien machten im ersten Halbjahr nur noch einen Anteil von 15 Prozent aus.