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IVD: Immobilientransaktionsvolumen entwickelt sich positiv

Der Immobilienumsatz 2010 hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 wurden private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von 110 Milliarden Euro umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbandes IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. Deutschlandweit stieg das Transaktionsvolumen um 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Zuwachs von mehr als 10 Milliarden Euro.

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"Die Umsatzsteigerungen zeigen, dass das Interesse an Immobilien als Kapitalanlage noch zugenommen hat", meint Jürgen Michael Schick, Vize-Präsident und Pressesprecher des IVD. Erst kürzlich habe eine Studie des Centers for Real Estate Studies im Auftrag des IVD belegt, dass Wohneigentum derzeit besonders erschwinglich sei. "Diese Chance haben viele Käufer genutzt, um eine Immobilie zur Altersvorsorge oder als Inflationsschutz zu erwerben", so Schick weiter. In einigen Bundesländern sei auch die anstehende Erhöhung der Grunderwerbsteuer eine zusätzliche Motivation zum Immobilienkauf gewesen.

In der Relation ist Berlin Transaktionsmeister 2010
Um rund 21 Prozent hat sich das Transaktionsvolumen in Berlin in den ersten neun Monaten im Vergleich zu 2009 erhöht. "Der Berliner Immobilienmarkt ist sehr aktiv", kommentiert Schick. Insgesamt wurden bis Oktober sechs Milliarden Euro umgesetzt. Gefolgt wird Transaktionsmeister Berlin von Thüringen, wo die Umsätze um 16 Prozent zugenommen haben. Von rund einer Milliarde Euro auf 1,2 Milliarden Euro sind die Immobilienumsätze hier im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Umsatzrückgänge gab es hingegen in Hessen (-0,7 Prozent), Rheinland-Pfalz (-2,8 Prozent), Brandenburg (-17 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-21,8 Prozent).

Größtes Transaktionsvolumen in Nordrhein-Westfalen
Mit rund 22,8 Milliarden Euro ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit dem größten Immobilientransaktionsvolumen. Dies entspricht einem relativen Zuwachs von 5,9 Prozent. Auch für Bayern und Baden-Württemberg konnten Transaktionen im zweistelligen Milliardenbereich festgestellt werden. Mit einem Volumen von 21,6 Milliarden Euro liegt der Freistaat knapp hinter Nordrhein-Westfalen und vor seinem Nachbarland, das auf 16,6 Milliarden Euro kommt. "In der Relation hat Baden-Württemberg mit 11,6 Prozent Zuwachs die Nase jedoch ganz leicht vorn", ergänzt Schick. In Bayern stieg das Volumen um 11,2 Prozent. In Niedersachsen nahm das Transaktionsvolumen um 11,4 Prozent zu und stieg damit auf rund 8,2 Milliarden Euro.