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Immobilienmarkt Zentral- und Osteuropa: Zweite Chance für „First Mover“

Nach drei schwierigen Jahren mit stark steigenden Leerstandsraten, deutlichen Rückgängen bei gewerblichen Mieten, schwacher Flächennachfrage und einem weitgehenden Stillstand auf dem Immobilieninvestmentmarkt zeichnet sich im Jahr 2011 eine Verbesserung ab. In allen wichtigen Teilmärkten zeigt sich bei den Marktkennzahlen eine Aufwärtstendenz und die Erwartungshaltung für die weitere Entwicklung ist positiv. „Der Markt wendet sich zum Besseren und daraus ergeben sich mittel- und langfristig gute Chancen“, ist Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien überzeugt.

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Ehlmaier erwartet, dass davon besonders österreichische Immobilienunternehmen profitieren werden. „In der Krise haben sich viele Investoren und Entwickler aus der Region zurückgezogen. Die Österreicher, die sehr oft auch unter den ersten waren, die den Ostmarkt in den Neunzigern entdeckt haben, sind in viel höherem Maß geblieben. Damit haben sie in dem jetzt beginnenden Aufschwung auch bessere Karten als Mitbewerber, die sich als weniger krisenresistent erwiesen haben.“

Jetzt müssten diese Möglichkeiten aber auch aktiv gesucht und genutzt werden. „Es ist gleichsam eine zweite Chance für First Mover. Jetzt ist wieder der Pioniergeist gefragt, der die Österreicher im Osten traditionell auszeichnet und wer rechtzeitig vom Überlebensmodus auf Offensive umschaltet, wird davon in den kommenden Jahren profitieren“, so Ehlmaier. Chancen ortet Ehlmaier in allen Bereichen der Immobilienbranche. „Investoren können noch zu attraktiven Preisen kaufen; Entwickler, die jetzt Projekte vorantreiben, können damit in einer Phase auf den Markt kommen, in der sie wenig Konkurrenz haben werden; Immobiliendienstleister mit starker lokaler Präsenz werden in Geschäftsfeldern wie Property Management, Asset Management und Bewertung für Immobilieninvestoren, die selbst keine eigenen Strukturen in Zentral- und Osteuropa aufbauen wollen, immer wichtiger.“

Büro- und Investmentmarkt deutlich stärker
Motor für die Erholung der Ostimmobilienmärkte ist die wieder anziehende Nachfrage nach gewerblichen Immobilien. Insbesondere moderne Neubaubüroflächen werden wieder verstärkt gesucht. So verzeichnete beispielsweise Prag im 1. Quartal eine Flächennachfrage von rund 85.000 m² Büro, ein Plus um 75 Prozent im Jahresvergleich. Davon sind zwar rund 40 Prozent Verlängerungen, bei denen Mieter sich für weitere drei oder fünf Jahre an ein Mietobjekt binden. „Dennoch gibt es ein Vermietungsplus und eine positive Tendenz wieder neue Mietflächen anzumieten“. Im Vordergrund der Anmietungen von Neuflächen stehen nach wie vor Kostenreduzierung, Effizienzsteigerung und Konsolidierungsmaßnahmen der einzelnen Firmen. Die steigende Nachfrage nach Büroraum in einigen CEE-Hauptstädten hat auch positive Folgen für Leerstandsraten und Mieten. Am stärksten ging die Leerstandsrate in Warschau zurück und lag damit zum Ende des ersten Quartals nur mehr bei rund 6,5 Prozent. Anfang 2010 hatte die Leerstandsrate in Warschau noch 7,2 Prozent betragen. Die Spitzenmieten für Büros in erstklassigen Lagen erreichten in Warschau zuletzt 23,00 Euro (stabil zu Anfang 2010), in Prag 20,00 Euro (19,00 Euro Anfang 2010) und in Bukarest 18,00 Euro (stabil zu 18,00 Euro Anfang 2010).