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Immobilienmakler sollen Festpreis statt variabler Provision bekommen

Bei der Vermittlung privater Wohnimmobilien arbeiten klassische Makler in Deutschland an den Wünschen ihrer Kunden vorbei: Fast 70 Prozent der Bundesbürger würden Maklern für ihre Dienste lieber einen Festpreis als eine vom Kaufpreis abhängige Provision zahlen. 60,5 Prozent der Käufer machen die Hausbesichtigung lieber mit dem Eigentümer als mit dem Makler. Und: 92 Prozent der Verkäufer wären bereit, Interessenten selber durch ihre Immobilie zu führen, auch wenn sie einen Makler beauftragt hätten. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact unter 1.659 Befragten. Die Ergebnisse zeigen, wie richtig auch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit ihrer jüngsten Forderung nach einem Festpreis für Maklerleistungen liegt. Und auch das Maklerunternehmen iMakler, das als einziges im deutschen Markt private Wohnimmobilien grundsätzlich zum Festpreis vermittelt, sieht sich bestätigt. Dass den Wünschen der Kunden entsprochen werden kann, zeigt das Beispiel Niederlande. Dort ist der Festpreis für Maklerdienstleistungen längst etabliert.

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36 Prozent der Befragten begründen ihre Forderung nach einem Festpreis damit, dass eine teure Immobilie dem Makler nicht mehr Arbeit als eine günstige verursache. Fast ein Drittel vermutet, Makler würden im klassischen Provisionsmodell den Verkaufspreis in die Höhe treiben, um eine höhere Provision zu erzielen. Komplett auf einen Makler verzichten würden über 30 Prozent - sie befürchten, Käufer könnten vor der hohen Courtage zurückschrecken. Die Einschätzung ist realistisch: Im internationalen Vergleich belegt Deutschland in puncto Transaktionskosten einen Spitzenplatz, so das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Allein die Maklerprovision beträgt in der Regel sechs Prozent vom Kaufpreis. Ein Blick nach Holland zeigt, dass die hohen Kosten durch das Festpreismodell gemindert werden können: Nachdem das Modell dort eingeführt wurde, sank die Provision auf unter 1,5 Prozent.

Insgesamt 60,5 Prozent der Befragten würden lieber vom Verkäufer als vom Makler durchs Haus geführt werden, da er es schließlich am besten kennt. Die Bereitschaft zur Erbringung von Eigenleistung beim Verkauf eigener Wohnimmobilien ist unter den Bundesbürgern generell hoch: Auch bei Beauftragung eines Maklers wären 57 Prozent dazu bereit - wenn sich dadurch Geld sparen ließe. An diese Bereitschaft zur begrenzten Eigenleistung knüpft auch das günstige Festpreismodell von iMakler an: Verkäufer führen die Kaufinteressenten selbst durch ihre Immobilie. 42,7 Prozent beteiligten sich gerne, wenn der Verkauf dadurch beschleunigt würde. Das ist beim Festpreismodell der Fall: Die Vermittlungszeit verkürzt sich laut Statistik des holländischen Maklerverbands im Schnitt um 16 Prozent und der Verkaufspreis ist im Schnitt sechs Prozent höher.

Generell möchten fast zwei Drittel der Befragten jedoch nicht auf die Unterstützung eines Maklers verzichten - gut die Hälfte sieht ihn als professionellen Ansprechpartner: Für 40 Prozent ist die Beratung in Vertragsfragen die wichtigste Maklerleistung. Die Unterstützung bei der Findung eines marktgerechten Verkaufspreises finden 32,1 Prozent am relevantesten. Eine Hausführung der Interessenten durch den Makler ist für die wenigsten potenziellen Verkäufer bedeutend. Über die Hälfte wählt diese Leistung auf den letzten Rang.