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Immobilienkonjunktur nimmt deutlich ab

Der deutsche Immobilienmarkt wird zunehmend beeinflusst durch die weltwirtschaftliche Entwicklung. Dies verdeutlicht der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index in der April-Befragung unter rund 1.000 Marktakteuren. Obwohl das umfragebasierte Immobilienklima im April 2008 gegenüber dem Vormonat erneut um fünf auf 97,1 Zählerpunkte sank, fällt der Abwärtstrend schwächer aus. Die Immobilienkonjunktur, die auf monatlich erhobenen statistischen Daten basiert, hat dagegen im April deutlicher abgenommen als noch im März.

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"Der King Sturge Konjunktur-Index spiegelt als wichtigstes Stimmungsbarometer der Immobilienwirtschaft im April sehr deutlich den Gemütszustand wider, der die gesamte deutsche Wirtschaft ergriffen hat. Jetzt zeigt sich, dass sich die Immobilienwirtschaft nicht mehr wie in früheren Zeiten zumindest eine Zeit lang von der Gesamtwirtschaft abkoppeln kann“, sagt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. „Durch das enge Zusammenwachsen von Finanz- und Immobilienmärkten fällt die Zeitverzögerung, die man bisher mit grob einem halben Jahr angab, fast völlig weg."

Auch wenn der deutsche Immobilienmarkt nicht zuletzt durch eine auf Preisstabilität gerichtete Geldpolitik beständig ist, betrachtet die deutsche Immobilienwirtschaft die zukünftige Entwicklung aufgrund der globalen Finanzmarktkrise sowie gestiegener Rohstoff- und Verbraucherpreise weiterhin mit Skepsis. Erstmals fällt der Teilindikator für das Immobilienklima mit 97,1 Punkten unter den Schwellenwert von 100 Zählerpunkten. Unverändert erschwerte Zugangsbedingungen am Kreditmarkt schlagen sich im Investmentklima nieder, das einen neuen Tiefstand von 76,6 Zählerpunkten erreicht. Die Entwicklung der Mieten und Flächennachfrage wird von den Befragten indes weit weniger negativ eingeschätzt. Zwar sinkt das Ertragsklima auf 121,5 Punkte, ein Großteil der Befragten erkennt jedoch noch Entwicklungspotenzial.

Die Immobilienkonjunktur, die auf monatlich erhobenen statistischen Daten basiert, hat dagegen im April deutlicher abgenommen. Während im März 2008 noch 183,4 Punkte erreicht wurden, lag der Zählerstand im April 2008 bereits bei 179,9. Dies wird vor allem durch die Entwicklung an den Aktienmärkten und die deutlich gesunkene Konjunktur-Stimmung verursacht.

Ein weiterer konjunktureller Rückgang ist angesichts der seit Beginn 2007 rückläufigen statistischen Daten für die Immobilienwirtschaft einerseits und die besorgte Einschätzung der immobilienwirtschaftlichen Entwicklung der nächsten sechs Monate andererseits, wahrscheinlich.

"Deutschland konnte sich viel länger als andere europäische Länder dem Abwärtssog aus den USA entziehen. Doch nun holen auch uns das weltweite Abschwächen der Wirtschaft, der starke Euro, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die noch immer nicht ausgestandene Kreditklemme ein", so Hettrich weiter. "Dennoch behält der deutsche Immobilienmarkt seinen Vorsprung für sicherheitsorientierte Investoren. Seine Fundamentaldaten sind robust, es besteht mehr Potenzial nach oben als nach unten – im Gegensatz zu anderen Märkten etwa in Spanien oder Großbritannien. Den trüben Aussichten entsprechend handeln die Akteure am Immobilienmarkt derzeit allerdings extrem vorsichtig. Zunächst jedenfalls ist die Party vorbei."