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Immobilieninvestitionen in Russland explodieren

Die Investitionsvolumina auf dem gewerblichen Immobilienmarkt in Russland haben in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres bereits ca. 2,84 Mrd. USD erreicht, damit zehnmal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (ca. 284 Mio. USD). Ende 2006 werden die Transaktionen die 3 Mrd. USD-Marke überschritten haben. Dabei kommt die Unterstützung für die Entwicklung des Wirtschaftsraumes sowohl von inländischer als auch ausländischer Seite. Nicht zuletzt spiegeln die Kapitalflüsse dieser Investoren die erhebliche Verbesserung des Investitionsklimas wider.

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Für Russlands Immobilieninvestmentmarkt hat eindeutig ein neues Kapitel begonnen. „Vor nur wenigen Jahren hatte das Land noch zu kämpfen, um eine Viertelmilliarde USD zu erzielen. Die derzeitigen Volumina im Investment-Markt lassen Russland nun eher in einer Liga mit China spielen“, so James Corrigan, Capital Markets Moskau. Und weiter: „Wir sind Zeuge eines noch nie da gewesenen Wachstums der direkten Investitionen in Gewerbeimmobilien in Russland. Diese Volumina dürften in Zukunft weiter wachsen, denn es kommen immer mehr konservative Immobilieninvestoren auf den Markt, die auf der Suche nach Erträgen sind, die sie anderswo in Europa nicht erzielen können. Das Gewicht dieses Geldes zusammen mit dem Gewicht des Geldes opportunistischer, bereits auf dem Markt befindlicher ausländischer Investoren, wird die direkten Investitionsvolumina weiter ansteigen lassen. Die zunehmende Fertigstellung moderner erstklassiger Bürogebäude tut ihr übriges“.

Ausländische Geldinstitute expandieren aktiv nach Russland und bieten Fremdkapital zu besseren Konditionen als russische Banken. Der Einstieg ausländischer Hypotheken- und Investmentbanken signalisiert dabei auch zumindest einen Rückgang des Risikoprofils Russlands und eine zunehmende Transparenz. Im Vergleich zu den meisten europäischen Märkte nach wie vor als riskanter und weniger reif eingestuft, bieten die russischen Märkte derzeit noch höhere Renditen. Angesichts der steigenden Anzahl von grenz-überschreitenden Transaktionen und des spürbaren Gewichts des Geldes erlebt der Immobilienmarkt jedoch eine Renditekompression, sodass eine Renditekonvergenz zwischen Westeuropa und den russischen Märkten zu beobachten sein wird.

Derzeit liegen die Renditen für erstklassige Büroflächen in Moskau bei 9,5 %, erstklassige Shopping Center erzielen 10 % und Lagerflächen 11 %. Bei solchen Werten überrascht es nicht, dass Immobilien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren (Q 3: 6,58 %) weiterhin der Vorzug gegeben wird. Im Vergleich zu Aktien können gewerbliche Immobilien ähnliche Erträge generieren bei deutlich niedrigerem Risiko.