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Im Süden wird der Raum knapp

In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen im Büro. Insbesondere in Großstädten wächst die Zahl der Bürobeschäftigten kontinuierlich, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie zeigt. Das hat auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.

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Millionen Deutsche gehen jeden Tag ins Büro – und es werden immer mehr. Düsseldorf und München stehen an der Spitze dieser Entwicklung, wie IW-Berechnungen zeigen. In beiden Städten arbeiten 45 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Büro – ein klares Plus gegenüber 2008, als der Wert noch bei rund 41 Prozent lag. Während unter anderem in der öffentlichen Verwaltung Arbeitsplätze wegfallen, boomen einige Branchen und erhöhen die Zahl der Bürobeschäftigten in den Metropolen.

Haupttreiber sind die Unternehmensberatungen. Besonders stark vertreten sind sie in Düsseldorf. Dort arbeiten heute 8 Prozent aller Bürobeschäftigten in diesem Bereich – 2007 waren es noch weniger als 5 Prozent. In München hat sich der Wert auf 5 Prozent gut verdoppelt. Allein in der bayerischen Landeshauptstadt arbeiten somit rund 23.000 Menschen in dieser Branche. Auch in Köln ist die Zahl der Unternehmensberater sprunghaft auf rund 5 Prozent aller Bürobeschäftigten gestiegen. Ähnlich dynamisch entwickelt sich die IT-Branche: In Berlin ist die Zahl der IT-Mitarbeiter seit 2007 um 94 Prozent auf 3 Prozent aller Arbeitnehmer gewachsen, in Frankfurt um 72 Prozent auf 4 Prozent.
Der Immobilienmarkt in den Städten steht damit doppelt unter Druck. „Immer mehr Hochqualifizierte ziehen in die Metropolen“, sagt IW-Ökonom Michael Voigtländer. „Hierdurch werden vor allem im Süden nicht mehr nur die Wohn-, sondern auch die Gewerbeimmobilien knapp“, erklärt Voigtländer. So sind in München nur noch rund 6,3 Prozent der Büroimmobilien frei, in Nürnberg 5,6 Prozent und in kleineren Städten wie Erlangen, Fürth und Würzburg sind es weniger als 4 Prozent. In Frankfurt sind hingegen noch 12 Prozent aller Büroflächen ungenutzt.