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IKB: Hoher Verlust durch Krise

Der Konzernfehlbetrag der IKB Deutsche Industriebank belief sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2007/08 (1. April 2007 bis 31. Dezember 2007) auf knapp -1,0 Mrd. Euro (9 Monate 2006/07: 142 Mio. Euro). Die Verluste bei den Portfolioinvestments führten zu einem negativen Fair-Value-Ergebnis von knapp -2,0 Mrd. Euro (88 Mio. Euro) und einem negativen Finanzanlageergebnis von über -1,0 Mrd. Euro (7 Mio. Euro). Diesen steht das positive Ergebnis aus Risikoübernahme durch den Bankenpool in Höhe von 2,2 Mrd. Euro (0,0 Mio. Euro) gegenüber.

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Die weiteren Eckdaten der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich folgendermaßen dar:

- Zinsüberschuss 410 Mio. Euro (492 Mio. Euro)
- Risikovorsorge im Kreditgeschäft 207 Mio. Euro (192 Mio. Euro)
- Provisionsüberschuss 44 Mio. Euro (45 Mio. Euro)
- Verwaltungsaufwendungen 271 Mio. Euro (222 Mio. Euro).

Das dritte Quartal 2007/08 (1. Oktober bis 31. Dezember 2007) hat die IKB mit einem Ergebnis nach Steuern von 10 Mio. Euro ausgeglichen abgeschlossen. Einem positiven Ergebnis von 32 Mio. Euro aus dem operativen Geschäft und 109 Mio. Euro Fair-Value-Gewinnen auf Verbindlichkeiten standen 70 Mio. Euro weitere Verluste auf Portfolien und Finanzinstrumente sowie 61 Mio. Euro Steueraufwand gegenüber.

Ausblick bestätigt
Für das gesamte Geschäftsjahr 2007/08 geht die IKB weiterhin von einem Ergebnis von -0,2 Mrd. Euro aus. Die positiven Ergebnisbeiträge - nach dem 9-Monatsverlust 2007/08 von -1,0 Mrd. Euro - erklären sich insbesondere aus folgenden Effekten, die erst im vierten Quartal 2007/08 wirksam werden:

- Bilanzierung einer weiteren Risikoabschirmung für Havenrock
- Weitere Erhöhung des Ertrags aus der Bewertung der Passiva, insbesondere der hybriden Kapitalinstrumente und
- Positiver Effekt von rund 350 Mio. Euro aus der Bewertung des Besserungsscheins aus den Sanierungsdarlehen der KfW

Diese positiven Effekte überwiegen insgesamt deutlich die zum 31. Dezember erforderlichen Wertberichtigungen von Portfolioinvestments.

Kerngeschäft behauptet
Im Kerngeschäft konnte die IKB die Position bei ihren Kunden gut behaupten. Alle drei Geschäftsfelder wiesen im dritten Quartal 2007/08 (1. Oktober bis 31. Dezember 2007) positive Operative Ergebnisse auf, nachdem im 1. Halbjahr 2007/08 Sondereffekte (Wertaufhellung bei Risikovorsorge und Bewertungsverluste) die Operativen Ergebnisse belastet hatten.

Im Segment Firmenkunden stieg das Neugeschäftsvolumen auf 3,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,5 Mrd. Euro). Das Segment erzielte im dritten Quartal 2007/08 ein Operatives Ergebnis von 11 Mio. Euro (22 Mio. Euro), in den ersten neun Monaten 2007/08 belief sich das Operative Ergebnis auf -7 Mio. Euro (64 Mio. Euro). Neben der gestiegenen Risikovorsorge sind hierfür negative Bewertungseffekte im Bereich Private Equity aus dem ersten Halbjahr verantwortlich.

Das Segment Immobilienkunden konnte im Berichtszeitraum aufgrund der europäischen Aktivitäten einen deutlichen Anstieg des Neugeschäftsvolumens auf 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr 0,7 Mrd. Euro) verzeichnen. Das Operative Ergebnis erreichte im dritten Quartal 2007/08 nur ein knapp positives Ergebnis von 0,2 Mio. Euro (8 Mio. Euro) und auf 9-Monatsbasis 3 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro.

Das Geschäftsfeld Strukturierte Finanzierung wies im dritten Quartal 2007/08 ein Operatives Ergebnis von 6 Mio. Euro (21 Mio. Euro) auf, der 9-Monatswert betrug -4 Mio. Euro (68 Mio. Euro). Hierfür waren neben der erhöhten Risikovorsorge auch Wertberichtigungen für die First Loss Pieces aus der Verbriefung eigener Kredite verantwortlich, die bereits im ersten Halbjahr 2007/08 bilanziert worden waren. Das Neugeschäft war mit 3,4 Mrd. Euro gegenüber dem vorangegangenen Rekordjahr (4,8 Mrd. Euro) rückläufig.

Im gesamten Geschäftsjahr 2007/08 (1. April 2007 bis 31. März 2008) lagen die Neuauszahlungen im Segment Firmenkunden bei 4,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,6 Mrd. Euro), im Segment Immobilienkunden bei 1,4 Mrd. Euro (1,3 Mrd. Euro) und im Segment Strukturierte Finanzierung bei 3,8 Mrd. Euro (5,3 Mrd. Euro).

Verkaufsprozess im Plan
Der Verkaufsprozess der Anteile der KfW (45,5%) und der Stiftung Industrieforschung (10,7%) an der IKB verläuft weiter planmäßig. Im Mai führte die IKB mit neun Bietern Management- und Expertengespräche. Mittlerweile liegen der KfW eine Reihe von interessanten, gehärteten Angeboten vor. Die KfW beabsichtigt, die Anzahl der Bieter weiter zu reduzieren und dann in eine entscheidende Verhandlungs- und Due-Diligence-Runde zu gehen.