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HypoVereinsbank voll auf Zielkurs

Die HVB Group legt heute ihren Zwischenbericht zum 30. September 2006 vor. Die Integration der HypoVereinsbank in die UniCredit Gruppe schlägt sich dabei in einer veränderten Berichts- und Segmentstruktur nieder. Zudem haben die in der Hauptversammlung am 25. Oktober 2006 beschlossenen Transaktionen Auswirkungen auf den Zwischenbericht.

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Die HypoVereinsbank stellt den Zwischenabschluss erstmals
in der von der UCI in der Kapitalmarktkommunikation gewählten G&V-Struktur dar. Der Zwischenbericht enthält eine Erklärung der wesentlichen Unterschiede zur bisherigen G&V-rechnung der HVB. Im Folgenden beziehen sich Zahlenangaben zur HVB vor Ausgliederung der „Aufgegebenen Geschäftsbereiche“ gemäß IFRS 5 auf die HVB Group gesamt und nach Ausgliederung entsprechend auf die HVB Group neu.

Die HypoVereinsbank fokussiert sich innerhalb der UniCredit-
Gruppe zukünftig auf Deutschland als Kernmarkt. Außerdem wird sie sämtliche Investment Banking- Aktivitäten der UniCredit Gruppe bündeln. Die vom Vorstand und Aufsichtsrat der HypoVereinsbank am 12. September 2006 in diesem Zusammenhang beschlossenen Übertragungen der Aktivitäten in Österreich und CEE, denen am 25. Oktober die auße-ordentliche Hauptversammlung zugestimmt hat, stellen gemäß IFRS 5 einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar. Die Ergebnisse der aufgegebenen Geschäftsbereiche werden erst nach dem Gewinn nach Steuern und Minderheiten der HVB Group (neu) in der G&V erfasst. Die jetzt vorgelegte Gewinn und Verlustrechnung der HVB Group neu spiegelt weder für die Vergangenheit noch für die Zukunft die potenzielle Ertragskraft der HVB Group neu wider. In dem für die HVB Group neu ausgewiesenen Ergebnis stehen der Kapitalbindung durch die Beteiligungen an den zu transferierenden Einheiten keine adäquaten Erträge (Dividenden oder originäre Erträge aus den Beteiligungen) gegenüber. Mit Blick auf die Zukunft ergeben sich aus dem zu erzielenden Transaktionsgewinn für die HypoVereinsbank jedoch erhebliche Möglichkeiten, in ihren Kompetenzfeldern durch organisches und externes Wachstum zu expandieren und dadurch Ertragskraft und Profitabilität zu erhöhen.

Im Zusammenhang mit der Integration in die UniCredit Gruppe wurden die marktbezogenen Aktivitäten der HypoVereinsbank neu strukturiert und in die konzernweit agierenden Divisionen Privat- und Geschäftskunden, Firmen- & kommerzielle Immobilienkunden, Wealth Management sowie Markets & Investment Banking unterteilt. Die neuaufgestellte Division „Sonstige/Konsolidierung“ umfasst dabei die Global Banking Service- und Group Corporate Center-Aktivitäten sowie Konsolidierungseffekte. In die Group Corporate Center-Aktivitäten sind auch das ehemalige Geschäftsfeld RER und das neu definierte Special Credit Portfolio (SCP) einbezogen.

Insgesamt sind dadurch G&V und Segmentbericht nicht mehr mit den Vorperioden vergleichbar, die daher entsprechend angepasst wurden. Es wurden adjustierte Vergleichszahlen für die Vorquartale Q1/06 und Q2/06 sowie der 9-Monatsvergleich für 2005 mit 2006 ermittelt. Im Folgenden wird grundsätzlich auf die finanzielle Entwicklung der HVB Group neu abgestellt.

Überblick
Die HVB Group neu verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres einen ausgesprochen erfreulichen finanziellen Trend. Das operative Ergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte. Dies ist sowohl auf die spürbar gestiegenen operativen Erträge als auch auf die erfolgreichen Maßnahmen zur Kostenreduzierung zurückzuführen: Während sich der Zinsüberschuss insbesondere infolge des strategischen Portfolioabbaus im Bereich Real Estate Restructuring erwartungsgemäß leicht um 2,3% verminderte, konnten die zinsunab-hängigen Erträge mit einem Plus von 4,6% beim Provisionsüberschuss und einem auf nahezu das Zweieinhalbfache gestiegenen Handels-ergebnis kräftig zulegen.

Gleichzeitig gingen die Verwaltungaufwendungen um 3,6% zurück. Aus diesen Produktivitätssteigerungen resultierte eine sehr deutlich um 10,1%-Punkte auf 61,0% verbesserte Cost-Income Ratio. Die Risikovorsorge liegt nach neun Monaten mit 1,1% geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern erreichte das 4,4fache des Vorjahreswertes. Der Gewinn verfünffachte sich. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern erreichte 28,1%, bereinigt um den Veräußerungsgewinn der Activest-Gesellschaften (Veräußerung der Activest Investmentgesellschaft mbH, Activest Investmentgesellschaft Schweiz AG sowie Activest Investmentgesellschaft Luxembourg S.A. an die Pioneer Global Asset Management S.p.A. in Höhe von 533 Mio. €) 19,5%. Damit liegt die HVB mit Blick auf ihre ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr voll auf Kurs.

In der isolierten Betrachtung des dritten Quartals 2006 hat sich die hohe operative Ergebnisdynamik der beiden starken Vorquartale im Rahmen unserer Erwartungen auch saisonal bedingt abgeschwächt. Der Zins-überschuss reduzierte sich gegenüber dem zweiten Quartal. Während das Handelsergebnis leicht anstieg, verminderte sich der Provisions-überschuss gegenüber dem sehr guten Vorquartalswert. Die Verwaltungs-aufwendungen erhöhten sich im dritten Quartal nur unwesentlich. Bedingt durch die Gewinne aus der Veräußerung der Activest Gesellschaften erzielte die HVB beim Ergebnis vor Steuern und Gewinn die höchsten Quartalswerte im bisherigen Jahresverlauf.

Dr. Wolfgang Sprißler, Sprecher des Vorstands der HVB Group:
„Das durch die guten operativen Erträge geprägte Ergebnis der
ersten neun Monate hat unsere Erwartungen übertroffen. Auch
wenn das dritte Quartal nicht vollständig an das hervorragende
erste Halbjahr anknüpfen konnte, sehen wir uns auf einem guten
Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Ingesamt bin
ich mit Blick auf den eingeschlagenen strategischen Kurs der HypoVereinsbank zuversichtlich, dass wir unsere Ertragskraft im
deutschen Markt deutlich und nachhaltig steigern werden.“