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Hypoport Hauspreisindex HPX: Preise bei Neubauten steigen im Jahresvergleich um 2,2 Prozent

Der durchschnittliche Preis eines Ein- oder Mehrfamilienhauses in Deutschland lag zu Beginn des Jahres 2007 bei 221.504 oder 1.785 Euro/m²; das entsprach nach Angaben des monatlich ermittelten deutschen Hauspreisindex HPX der Hypoport AG einem Preiszuwachs von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Ein stärkerer Preistrend für Neuund Altbauten im letzten Monat glich die Schwäche der Preissituation bei Eigentumswohnungen aus und hielt den gesamten Hauspreisindex auf einem Niveau, das 0,8 Prozent über dem des Vorjahres lag, wenngleich geringfügig unter der starken Leistung im Dezember im Zwölfmonatsvergleich. Allerdings sank allein im Januar der Gesamtpreis für alle drei Kategorien um 0,1 Prozent gegenüber dem Dezemberniveau, wofür vor allem die Preissenkung bei Eigentumswohnungen um 1,1 Prozent verantwortlich war.

Die Preise für Neubauten stiegen im Januar um 0,5 Prozent im Vergleich zum Dezember – damit verlangsamte sich der Preisanstieg verglichen mit den starken 1,8 Prozent im letzten Monat des Jahres 2006, während die Preise für Bestandshäuser im Januar um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat stiegen und sich damit gegenüber einem Preisanstieg von 0,5 Prozent im Dezember auf einem moderateren Niveau befanden.

Bei den Eigentumswohnungen, der dritten Kategorie des monatlichen Hauspreisindex der Hypoport AG, stabilisierten sich die Preise im Jahresvergleich bei einem Wert, der den Januarwert des letzten Jahres um 1,4 Prozent übertraf, verglichen mit einer Steigerung um 0,8 Prozent im Dezember. Dies war jedoch nur auf ein deutliches Absinken des Index vor einem Jahr zurückzuführen. Die Preistrends vor zwölf Monaten waren durch das erhöhte Kaufverhalten vor der Abschaffung der Eigenheimzulage zu Beginn des Jahres 2006 stark verzerrt. Der HPX, der seine Daten aus 4.000 bis 7.000 Haus- und Wohnungskäufen pro Monat bezieht, die über die B2BInternetplattform Europace der Hypoport AG abgewickelt werden, zeigt, dass das durchschnittliche im Januar gekaufte „gebrauchte“ Eigenheim in Deutschland im ersten Quartal 1984 und auf einem Grundstück von 402 m² gebaut wurde. Im Vergleich dazu weisen Neubauten eine durchschnittliche Grundstücksgröße von 458 m² auf. Beide Kategorien bieten einen durchschnittlichen Wohnraum von 124 m².

Die durchschnittliche im Januar erworbene Eigentumswohnung wurde 1987 gebaut und befand sich nach den Angaben des Hauspreisindex HPX in einem Gebäude, das eine Grundstücksfläche von 1.215 m² beanspruchte. Die Eigentumswohnungen verfügten durchschnittlich über einen Wohnraum von 84 m².

Im Jahr 2006 wurden mehr als 81.000 Hypothekarkredite zur Finanzierung von Haus- und Wohnungskäufen über die Plattform Europace bearbeitet. Dabei wurden einige spezielle Trends im Umgang mit Krediten deutlich. „Letztes Jahr konnten wir einen beträchtlichen Zuwachs an Käufern von Wohneigentum beobachten, die Kredite in Höhe von mehr als 100 Prozent des Verkehrswertes aufnahmen“, berichtet Prof. Dr. Thomas Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der Hypoport AG. „Außerdem haben bestimmte Aspekte wie Sondertilgung, variable Hypothekenraten und die Finanzierung eines neuen Hauses zur Refinanzierung allgemeiner Haushaltsschulden an Bedeutung gewonnen.“ Kretschmar fügt hinzu: „Das alles bestärkt uns in der Vermutung, dass sich die deutsche Branche der Finanzdienstleister im Immobilienbereich in einem strukturellen Wandel befindet, der dringend notwendig war, um unser Land hinsichtlich der Finanzierungsprozesse ohne Banken als einzigen Vermittler auf einen Stand mit beinahe allen anderen westeuropäischen Nachbarländern zu bringen. Wir bei Hypoport sind glücklich darüber, mehr deutschen Familien den Zugang zur Eigenheimfinanzierung zu verschaffen als jemals zuvor.“

Der leichte Anstieg der Eigenheimpreise in Deutschland – knapp unter 1 Prozent im gesamten Jahr 2006 – fiel deutlich bescheidener aus als bei den meisten europäischen Nachbarn. Und das, obwohl das gestiegene Interesse ausländischer Investoren an Portfolios mit Wohnimmobilien in Deutschland nicht abzunehmen scheint. Immobilienpreise in Spanien stiegen, nach Angaben des spanischen Ministeriums für Wohnungsbau, im Vergleich um 9,1 Prozent im Jahr 2006 auf durchschnittlich 1.991 Euro/m². In Italien stiegen die Immobilienpreise im Verlauf des Jahres um 4 Prozent.