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HSH Nordbank: Konjunktur trübt sich weiter ein

Die zyklische Abschwächung wird sich weltweit fortsetzen, prognostiziert die HSH Nordbank in ihrem Konjunktur-Ausblick für die zweite Jahreshälfte 2008. „Vor allem in den USA und mit Abstrichen auch in der Eurozone wird die konjunkturelle Eintrübung durch die Auswirkungen der USHäusermarktkrise verstärkt“, sagt Dr. Bernhard Blohm, Chefvolkswirt der HSH Nordbank. Indirekte, weltweit wirkende Belastungseffekte würden durch die Abwertung des US-Dollars ausgelöst. Obwohl in den USA eine ausgeprägte Rezession durch die exportstimulierenden Effekte des schwachen Dollar verhindert werde, bleibe das Wirtschaftswachstum bis 2010 unterhalb des Potenzials in Höhe von 2,5 %– 2008 mit 1,4 % und 2009 mit 1,7 %. Auch in der Eurozone liege das Wachstum 2008 mit 1,5 % und 2009 mit 1,7 % unterhalb dieser Größe, die zwischen 2 und 2,5 % liegt.

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Blohm: „Insgesamt wird Deutschland etwas stärker wachsen als die Eurozone. Das Potenzial wird aber nicht ausgeschöpft.“ Das kräftige Wirtschaftswachstum im ersten Vierteljahr 2008 beruhe auf temporären Sondereffekten – warmes Wetter, frühes Osterfest, ein zusätzlicher Schalttag, aus steuerlichen Gründen vorgezogene Investitionen. Der Chefvolkswirt der HSH Nordbank hält deswegen eine Abkühlung im zweiten Quartal für „sehr wahrscheinlich“.

Auch an der Wirtschaftsregion Asien/China gehe die Abkühlung in den USA und Europa nicht spurlos vorbei. Die steigenden Nahrungsmittelpreise sorgten für einen deutlichen Anstieg der Inflationsraten und dürften die Zentralbanken zu einer strafferen Geldpolitik zwingen. Obwohl in China derzeit noch keine Abkühlung bemerkbar sei, „erwarten wir wegen der nachlassenden Exportdynamik sowie der strafferen Geldpolitik eine moderate Wachstumsabschwächung, die aber willkommen sein dürfte“, meint Blohm. Wachstumsstärkte Region bleibe Emerging Asia. Die Zuwachsraten außerhalb Chinas und Indien dürften zwischen 4 und 6 % liegen.