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HSH Nordbank im 1. Quartal 2007 weiter auf Kurs

Der HSH Nordbank-Konzern hat im ersten Quartal 2007 das gute Vorjahresergebnis übertroffen. Ein sehr gutes Handelsergebnis sowie hohe Erträge aus Wertpapiergeschäften sind im Wesentlichen dafür verantwortlich. Aufgrund einer konservativen Risikopolitik und des guten konjunkturellen Umfeldes erreicht die Vorsorge für notleidende Kredite einen Tiefststand. Das Betriebsergebnis nach Risiko liegt über dem anteiligen Zielwert für 2007.

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„Die HSH Nordbank setzt ihren erfolgreichen Kurs in Richtung Börsenfähigkeit Ende 2007 fort. Das belegt nicht zuletzt auch die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2007. Mit einer Eigenkapitalrendite in Höhe von 15,5 Prozent haben wir den guten Vorjahreswert sogar noch leicht verbessert“, sagt Hans Berger, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank AG.

Operative Erträge durch Sondereffekt geprägt
Die Entwicklung der Operativen Erträge war durch eine Rechnungslegungs-Änderung geprägt. Sie verringerten sich per 31. März 2007 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 9 Prozent auf 511 Mio. Euro. Der Hauptgrund hierfür ist, dass laufende Erträge aus Beteiligungen zwar ökonomisch schon zeitanteilig erwirtschaftet worden sind, in diesem Jahr aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften (Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) jedoch erst im Verlaufe des Jahres ergebniswirksam vereinnahmt werden. Im Vorjahresquartal waren solche Erträge bereits in nennenswertem Umfang im Zinsergebnis enthalten.

- Der Zinsüberschuss sank aufgrund der RechnungslegungsÄnderung (TUG) sowie geringerer Vorfälligkeitsentschädigungen und eines anhaltenden Margendrucks um rund ein Fünftel auf 309 Mio. Euro.
- Der Provisionsüberschuss lag mit 117 Mio. Euro annähernd auf Vorjahresniveau (-3,5 Prozent). Der Großteil der Erträge resultierte dabei aus dem nationalen und internationalen Kreditgeschäft.
- Der Handelsüberschuss verbesserte sich um kräftige 123 Prozent auf 78 Mio. Euro. Zum einen verlief das Handelsgeschäft im ersten Quartal 2007 sehr erfreulich. Ein Teil des Anstiegs resultierte aber auch aus der Umstellung der Ermittlung des Handelsergebnisses auf die Mark-to-Market-Bewertungsmethode im Zuge der Vorbereitungen auf IFRS.

Verwaltungsaufwendungen und Risiken im Griff
Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 237 Mio. Euro plangemäß um gut 7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit Blick auf unser neues Geschäftsmodell verstärken wir uns gezielt, das gilt insbesondere für einzelne Marktbereiche.

- Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 119 Mio. Euro.
- Die Sachaufwendungen erhöhten sich leicht um 4,2 Prozent auf 119 Mio. Euro.

Die Position Risikovorsorge/Bewertung liegt mit erfreulich geringen 13 Mio. Euro um rund 86 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

- Im Kreditgeschäft fiel der Risikovorsorgeaufwand mit 23 Mio. Euro um 10 Mio. Euro oder 31 Prozent niedriger aus, als im Vorjahresquartal. Damit konnte die Risikovorsorge in den vergangenen Jahren dank besserer Marktbedingungen mit rückläufigen Zahlen an Unternehmensinsolvenzen und eines weiter verbesserten Risikomanagements bei der HSH Nordbank kontinuierlich reduziert werden.
- Im Wertpapiergeschäft realisierten wir ein positives Ergebnis in Höhe von 159 Mio. Euro (Vorjahr: 11 Mio. Euro). Die Gründe für die erfreuliche Entwicklung waren sowohl Kursgewinne und geringere Abschreibungen als auch Erträge aus Anteilsverkäufen.
- Bei den Beteiligungen gab es in der Summe keinen Abschreibungsbedarf (Vorjahr: 11 Mio. Euro).
- Der niedrige Risikovorsorgebedarf im ersten Quartal 2007 ermöglichte es der HSH Nordbank, ihre Vorsorgereserven nach §340g HGB wie im Vorjahr deutlich – um 50 Mio. Euro – zu stärken. Zudem wurden 100 Mio. Euro nach §340f gebildet (Vorjahr: 15 Mio. Euro). Damit setzt die Bank ihre konservative Risikopolitik fort.

Betriebsergebnis gesteigert
Das Betriebsergebnis nach Risiko steigerte die HSH Nordbank aufgrund der weiter verbesserten Risikovorsorgeposition um 8 Prozent auf 260 Mio. Euro.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich unter Berücksichtigung von deutlich höheren Ertragsteuern (+30 Prozent) und gestiegenen Teilgewinnabführungen (+3 Prozent) um 3 Prozent auf 136 Mio. Euro.

Eigenkapitalrendite vor Steuern weiter verbessert
Nach dem ersten Quartal 2007 liegt die Eigenkapitalrendite vor Steuern bei 15,5 Prozent – gegenüber dem 31. Dezember 2006 eine weitere Verbesserung um 0,5 Prozentpunkte (gegenüber 31. März 2006: +0,1 Prozentpunkte). Damit liegt die HSH Nordbank auf dem für das Gesamtjahr 2007 angepeilten Zielniveau.

Aufgrund des Sondereffekts (TUG) verschlechterte sich die Cost-Income-Ratio gegenüber dem Vorjahr vorübergehend recht deutlich um 7 Prozentpunkte auf 46,4 Prozent.

Das Kernkapital beläuft sich auf 7,4 Mrd. Euro – eine Erhöhung um 0,6 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Kernkapitalquote nach KWG verbesserte sich auf 6,9 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent).

Segmentbericht 1. Quartal 2007
Zum 1. Januar 2007 wurde die Segmentstruktur dem Geschäftsmodell der HSH Nordbank angepasst. Die Segmente Global Transportation Markets und Global Real Estate Markets spiegeln die Positionierung der Bank als internationaler Sektorspezialist wider. Die Ausrichtung der HSH Nordbank als führende Geschäftsbank in Nordeuropa mit fester Verankerung in der Region bilden die Segmente Corporates sowie Institutions & Private Banking ab, das Segment Financial Markets zeigt die Ausrichtung der Bank als internationaler Kapitalmarktexperte und Risikomanager.

Global Transportation Markets
Das Segment Global Transportation Markets – dieses umfasst die Bereiche Transport und Shipping – erreichte ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 113 Mio. Euro (Vorjahr: 78 Mio. Euro). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern verbesserte sich von 17,2 Prozent auf 22,1 Prozent. Der Bereich Shipping verzeichnete ein lebhaftes Neugeschäft sowie eine wachsende Zahl an Arranger-Mandaten. Der Bereich Transport nutzte die dynamische Entwicklung globaler Transportmärkte.

Global Real Estate Markets
Der Immobilienbereich erzielte im ersten Quartal 2007 ein Betriebsergebnis nach Risiko in Höhe von 47 Mio. Euro (Vorjahr: 63 Mio. Euro). Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern sank von 20,1 Prozent auf 14,3 Prozent. Der Fondsvertrieb der HSH Real Estate startete im ersten Quartal schwächer als im Vorjahr. Im weiteren Jahresverlauf wird mit einem anziehenden Geschäft gerechnet.

Corporates
Im Segment Corporates stieg das Betriebsergebnis nach Risiko auf 163 Mio. Euro (Vorjahr: 94 Mio. Euro) und die Eigenkapitalrendite auf 47,9 Prozent (Vorjahr: 32,0 Prozent). Das Betriebsergebnis nach Risiko enthält Erträge aus dem Verkauf von Aktien an der IVG Immobilien AG. Auch ohne diesen Einmaleffekt legte das Ergebnis zu – insbesondere aufgrund eines starken Kredit- und Dienstleistungsgeschäfts mit mittelständischen Unternehmen.

Institutions & Private Banking
Das Segment Institutions & Private Banking erreichte ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge in Höhe von 33 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro), die Eigenkapitalrendite lag bei 15,9 Prozent (Vorjahr: 19,1 Prozent).

Financial Markets
Im Segment Financial Markets erhöhte sich das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge auf 161 Mio. Euro (Vorjahr: 149 Mio. Euro). Die Eigenkapitalrendite betrug 36,9 Prozent (Vorjahr: 32,4 Prozent). Zu dem deutlichen Anstieg haben maßgeblich das sehr gute Handelsergebnis sowie Erfolge aus Private Equity-Fonds-Investments beigetragen. Zusätzlich positiv wirkte sich ein insgesamt geringerer Abschreibungsbedarf im Wertpapierportfolio aus.