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Hotelinvestmentmarkt Europa - Teil 2

Auf dem osteuropäischen Hotelinvestmentmarkt lag das Gesamtvolumen mit fünf Einzeltransaktionen bei rund 500 Mio. Euro. Schauplätze waren Moskau (Ukraina Hotel), St. Petersburg (Radisson SAS Royal Hotel und Grand Hotel Europe), Bukarest (Athenee Palace Hilton) und Prag (Hotel Julis). Der größte Deal fand in Moskau statt: das Hotel Ukraina (930 Zimmer) wechselte für über 200 Mio. Euro den Eigentümer. Käufer war das russische Private Equity Unternehmen Biskvit.

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In den ersten vier Monaten 2006 wurden in Europa bereits etwa 5,6 Mrd. Euro für Hotelinvestments eingesetzt – rund 1,3 Mrd. Euro davon in Einzel- transaktionen (35) und etwa 4,3 Mrd. Euro in 14 Portfoliotransaktionen. Insbesondere großvolumige Portfoliotransaktionen mit je über 500 Mio. Euro wie das Accor Portfolio (76 Hotels in Frankreich und Belgien) oder das Hospitality Europe Portfolio, zu dem unter anderem auch das Sheraton Frankfurt Airport gehört, trugen zu dem starken Volumen bei. In Deutschland erwarb Blackstone ein Portfolio mit neun Mittelklasse-Hotels.

Eine kleine, aber feine Portfoliotransaktion war in Osteuropa zu verzeichnen: Marbella Club Hotels erwarb die Luxushotelgruppe Schlössle Hotel Group mit zwei Hotels in Tallinn und einem Hotel in Riga.

Bei den in 2006 bis dato europaweit getätigten 35 Einzeltransaktionen sind insbesondere der Verkauf des Four Seasons Milan und des Great Eastern Hotel London zu nennen. Beide liegen bis dato als einzige bei einem Verkaufspreis über jeweils 200 Mio. Euro.



Aussichten für den europäischen Hotelinvestmentmarkt
Aufgrund der erwarteten, sich fortsetzenden Performanceverbesserung in den europäischen Hotelmärkten ist auch in 2006 von einem starken europäischen Hotelinvestmentmarkt auszugehen. „Schlüsselmärkte wie London oder Paris bleiben Schauplatz großvolumiger und bedeutender Deals“, so Christoph Härle, bei Jones Lang LaSalle Hotels Executive Vice President für Deutschland, Zentral- und Osteuropa. „Antizyklische Inves- titionsmöglichkeiten werden darüber hinaus das Bild 2006 mitprägen. Hier im Fokus auch die Hotelmärkte in Deutschland. Die osteuropäischen Märkte Prag, Warschau, Budapest, vor allem aber Moskau werden aufgrund ihrer bis dato noch höheren Renditen auch zunehmend Kapital anziehen. Ebenso wird zunehmend Kapital in sekundäre Märkte wie Sofia, Belgrad oder Bratislava fließen.“, so Härle.

Der sich positiv entwickelnde europäische Hotelmarkt – im Zusammenspiel mit dem weiterhin günstigen Zinsniveau - stimmt Entwickler, Finanzierer, Käufer und Verkäufer sehr optimistisch. „Das letztjährige Rekordvolumen dürfte 2006 übertroffen werden, 20 Mrd. Euro sind durchaus zu erreichen.“

Lesen Sie in Teil 1 - Hotelinvestitionsmarkt Europa:
Hier