Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Hohe Straße in Köln ist meistbesucht

Kölner Hohe Straße, Frankfurter Zeil und Stuttgarter Königstraße locken die meisten City-Besucher an. Dies geht auf eine Untersuchung des Makler- und Beratungsunternehmen Kemper’s zurück.

.

Die Studie beruht auf der Erhebung der Passantenströme an den frequenzstärksten Punkten der 155 wichtigsten Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen. Die Erhebung erfolgte bundesweit zeitgleich am Samstag, den 13. Mai 2006, in der Zeit von 12.00 bis 13.00 Uhr.

Führungswechsel in Köln: Hohe Straße löst Schildergasse ab
Das Kemper’s-Städteranking weist die Kölner Hohe Straße mit 17.145 Passanten pro Stunde als meistbesuchte Einkaufsmeile Deutschlands aus. Die Lage verdrängt damit die ebenfalls in Köln gelegene Schildergasse, die das Ranking in den letzten vier Jahren stets souverän angeführt hatte. Gründe für die Anziehungskraft der Hohe Straße sind die seit mehreren Jahren andauernde Perfektionierung des stark jugendlich ausgerichteten Angebots, hohe Investitionen in das äußere Erscheinungsbild und die Nähe zum touristisch attraktiven Kölner Dom.
Rein rechnerisch hält sich samstags in der Kerneinkaufszeit zwischen 11.00 und 16.00 Uhr jeder sechste Kölner vorübergehend in einer der beiden Toplagen auf.

Frankfurter Zeil auf Rang 2
Die Frankfurter Zeil verbessert sich trotz der Baustelle für das „Frankfurt Hoch Vier“- Projekt um einen Platz auf Rang zwei und lockt in Spitzenzeiten bis zu 16.890 Passanten pro Stunde an. In Stuttgart macht sich die Konzentration der Flächennachfrage auf die Königstraße auch in punkto Frequenz bemerkbar. Mit stündlich bis zu 16.800 Passanten belegt die Topmeile in diesem Jahr Rang drei. Die Münchner Kaufingerstraße zieht bis zu 15.000 Personen pro Stunde an und belegt damit wie im Vorjahr Rang vier, gefolgt von der Kölner Schildergasse mit 14.180 Passanten pro Stunde.

Dortmunder Westenhellweg behauptet Top 5-Stellung
Der Dortmunder Westenhellweg ist nach dem positiven Ausreißer im Vorjahr auf das Niveau der Jahre 2003 und 2004 zurückgekehrt, hat aber weiterhin einen festen Platz unter den Top 10. Die Mannheimer Planken (10.005) und die Düsseldorfer Schadowstraße (9.695) liegen leicht unter dem Vorjahr und nehmen die Ränge sechs und sieben ein. Mit 9.060 Passanten pro Stunde untermauert auch die Spitaler Straße in Hamburg ihren Standort unter den zehn meistbesuchten Einkaufsmeilen
Deutschlands. Mit der stark verbesserten Mönckebergstraße (8.475, Rang 12) weist die Hansestadt zudem eine zweite sehr gut besuchte Lage auf. Trotz der Vielzahl an 1a-Lagen im Stadtgebiet erreicht auch die Berliner Tauentzienstraße mit 8.610 Passanten pro Stunde erstmals einen Platz unter den Top 10.

Prager Straße in Dresden meistbesuchte 1a-Lage im Osten
In Ostdeutschland liegen die Passantenfrequenzen im Durchschnitt auf Vorjahresniveau. Spitzenreiter ist die Dresdner Prager Straße mit 8.295 Passanten pro Stunde. Bundesweit belegt die Straße Rang 13. Die Leipziger Petersstraße knüpft mit der Beendigung einiger der zahlreichen Baustellen an frühere Stärke an und verbessert sich mit 6.660 Passanten pro Stunde deutlich auf Rang 26. Nach der Fertigstellung aller Bauarbeiten ist wie in der Vergangenheit eine Platzierung unter den bundesweiten Top 10 erreichbar. Ebenfalls durch Bauarbeiten beeinträchtigt ist die Leipziger Grimmaische Straße, die stündlich bis zu 6.000 Passanten anzieht.

Düsseldorfer Kö weiterhin die bestbesuchte Luxusmeile
Bei den Luxusmeilen bleibt die Düsseldorfer Kö mit 4.185 Passanten pro Stunde zwar leicht hinter dem Vorjahr, ist aber nach wie vor die am besten besuchte Lage ihrer Art. Es folgen die Münchner Maximilianstraße mit 1.875 Passanten pro Stunde und der Hamburger Neue Wall, der mit 1.200 Passanten pro Stunde ähnlich wie die Frankfurter Goethestraße schwächer frequentiert ist.

Hohe Kontinuität der Untersuchungsergebnisse
Gerhard K. Kemper, geschäftsführender Gesellschafter der Kemper’s Deutschland GmbH: „Die Passantenfrequenz ist ein wichtiger Indikator für die Standortqualität. Neben der Standortplanung ist sie für die Potenzialeinschätzung verlängerter Öffnungszeiten, für das Erkennen der Kundenströme, die Personaleinsatzplanung oder für die Bereitstellung von Parkraum von Interesse. Dabei ist sie zwar auf der einen Seite eine Zeitpunktbetrachtung. Unsere Ergebnisse zeigen jedoch interessanterweise auch über die Jahre eine valide Entwicklung, die zusammen mit weiteren Kennziffern Rückschlüsse auf die Entwicklung der einzelnen Lagen zulässt.“

Tatsächlich ist die Kontinuität der Untersuchungsergebnisse hoch. Drei Viertel der untersuchten Straßen weichen in ihrer Frequenz maximal ein Drittel von der im Vorjahr erhobenen Werten ab. Mehr als ein Drittel der gezählten Straßen weisen sogar nur eine Abweichung von unter zehn Prozent auf. Drei Viertel der aktuellen Top 30-Platzierungen zählten auch im Vorjahr zu dieser Gruppe. Größere Abweichungen um mehr als 50 Prozent, die nur bei jeder zehnten Lage festgestellt werden, lassen sich fast immer durch Baumaßnahmen oder wichtige Neuansiedlungen bzw. Abwanderungen erklären.