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Hohe Preissensibilität bei Berliner Büromietern

Berliner Büromieter zeichnet eine hohe Preissensibilität aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Dr. Lübke GmbH in ihrer Studie „Trendguide Büroanmietungen Berlin“. Befragt wurden 60 Unternehmen, die in 2007 neue Büroräume in Berlin gemietet haben. Fast 80 Prozent der Bewegung am Berliner Büromarkt geht auf innerstädtische Umzüge zurück. Hauptumzugsmotive waren der Wunsch nach größeren Räumlichkeiten (47%) und/oder eine bessere Lage (28%) sowie die Gründung einer neuen Niederlassung oder Firma (15%). Bei der finalen Flächenauswahl ist die Lage mit 78 Prozent das ausschlaggebende Kriterium. Der Preis steht in Berlin an zweiter Stelle (42%) und hat damit eine deutlich höhere Gewichtung als in anderen Bürometropolen. Zwei Drittel der befragten Mieter sind in ein größeres Büro gezogen und ein Drittel zahlt am neuen Standort weniger als vor dem Umzug. Jedoch wurden 2007 geringere Incentives gewährt als noch in den letzten Jahren.

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„Trotz einer, im Vergleich zu Frankfurt oder Düsseldorf, geringeren Nettoabsorption konnte der Berliner Bürovermietungsmarkt in 2007 vom Wirtschaftswachstum profitieren“, erklärt Andreas Erben, Regionalleiter Berlin der Dr. Lübke GmbH. Innerstädtische Umzüge bestimmten mit 79 Prozent den Berliner Markt. Firmenneugründungen, der Zuzug von Unternehmen oder die zusätzliche Anmietung von Büroflächen fallen mit 20 Prozent weniger ins Gewicht. Dennoch hat die Expansion der ansässigen Unternehmen zu einer positiven Nettoabsorption beigetragen: Zwei Drittel der Mieter, die innerhalb Berlins umgezogen sind, haben sich mit dem Umzug vergrößert.

Dies schlägt sich auch bei den Umzugsmotiven nieder: Fast die Hälfte aller Befragten (47%) machten sich aufgrund von Platzmangel auf die Suche nach neuen Büroflächen. Des Weiteren war der Wunsch, das Büro an einen besseren Standort zu verlegen, für 28 Prozent sehr wichtig. Und für jeden Zehnten Berliner Mieter waren die Kosten am alten Standort das ausschlaggebende Motiv für eine Standortverlegung.

Lage und Preis entscheiden
Für die Berliner ist die Lage wie auch für die Mieter in anderen Bürometropolen - mit 78 Prozent das A und O bei der finalen Flächenauswahl ist. Im Gegensatz zu Stuttgart oder Düsseldorf hat in der Spreemetropole jedoch auch der Mietpreis mit 42 Prozent eine sehr Bedeutung. Gefolgt von der Ausstattung und dem Flächenzuschnitt, die noch für ein Viertel bzw. 19 Prozent der Mieter entscheidend sind.

Entsprechend dem Hauptumzugsmotiv bezogen 68 Prozent größere Büros. Auch den Wunsch nach Räumlichkeiten in repräsentativerer Lage und besserer Ausstattung konnten sich über die Hälfte (jeweils 57%) der Berliner Mieter erfüllen. Zudem wurde der Preissensibilität der Hauptstädter Rechnung getragen: Für 39 Prozent bleibt die Miete am neuen Standort vergleichbar und ein Drittel zahlt nach dem Umzug weniger.

Mietanreize werden reduziert
Konnten Mieter in Berlin in den letzten Jahren bei fast jeder Anmietung mit Incentives rechnen, hat sich 2007 das Blatt zu Gunsten der Vermieter gewendet. Immer öfter werden gar keine Mietanreize mehr in Aussicht gestellt. Dennoch konnte sich knapp die Hälfte (48%) mietfreie Zeiten sichern und einem Viertel (24%) der Befragten wurde ein überdurchschnittlicher Mieterausbau gewährt.

Mietinteressenten in der Hauptstadt konnten auch in 2007 aus einem breiten und preislich vergleichsweise günstigen Flächenangebot auswählen. Entsprechend schnell wurde die Wunschfläche gefunden: Innerhalb von nur drei Monaten hat sich die Hälfte der Befragten für ihr neues Domizil entschieden.

Gute Flächen werden knapper
In Erwartung steigender Mieten haben viele Firmen 2007 die Chance genutzt, um sich Räumlichkeiten von besserer Qualität zu sichern. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass hochwertige Flächen 2008 knapper und teurer werden. Wir empfehlen daher allen Unternehmen, ihre aktuelle Flächensituation zeitnah zu prüfen“, rät Erben.