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Hohe Nachfrage und Marktturbulenzen erschweren Preisfindung bei Immobilien

Durch die hohe Nachfrage nach Sachwerten wie Immobilien und die allgemeine Unsicherheit an den Finanzmärkten ist die realistische Preisfindung bei Immobilien noch schwieriger geworden. „Die Preise für Objekte sind deutlich volatiler. Selbst innerhalb weniger Monate gibt es enorme Schwankungen. Für Verkäufer ist es wichtig, mit dem richtigen Preis an den Markt zu gehen“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome. Gerade Privatverkäufer tun sich nach Auskunft des Experten jedoch oft schwer und riskieren Fehler.

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„Der Immobilienverkauf ist nicht so einfach wie viele Leute denken“, erläutert Anzenberger. Privatverkäufer würden oft enttäuscht, weil sie die Regeln des Marktes nicht kennen. Immer wieder würden Privatverkäufer den Preis ihres Objektes bestimmen, indem sie lediglich Vergleichsangebote aus dem Internet heranziehen. Die aktuelle Marktlage führt jedoch dazu, dass immer mehr so genannte Mondpreise ausgeschrieben werden. „Es werden Objekte zu überzogenen Preisen angeboten, obwohl kein Verkaufsinteresse besteht. Wer sich davon in die Irre führen lässt und bei anschließenden Verhandlungen im Preis um 30 Prozent nachgeben kann, hat den Verkaufspreis im Vorhinein nicht seriös kalkuliert. Meist wird ein zu teuer angebotenes Objekt jedoch zum Ladenhüter ohne jegliche Nachfrage“, warnt Anzenberger.

In den vergangenen Monaten haben sich die Erlöse für Objekte sehr unterschiedlich entwickelt. Neben herkömmlichen Faktoren wie aktuelle und künftige Lageentwicklung, Bauzustand oder Nutzungsmöglichkeiten fließe etwa die gezielte Nachfrage von Kapitalanlegern in die Preisgestaltung ein. „Bei der Preisermittlung geht es um mehr, als bei Kapitalanlageimmobilien nach dem Ertragswertverfahren und bei privaten Immobilien nach dem Sachwertverfahren zu taxieren. Experten brauchen eine Mischung aus Fach- und Marktkenntnissen“, sagt Anzenberger. Für Privatverkäufer werde es immer schwieriger, den Marktpreis zu erzielen.

Doch auch beim Einschalten des Maklers müssen Immobilienverkäufer Acht geben. Nicht selten setzen Vermittler den Preis für ein Objekt zu niedrig an, um einen raschen Verkauf tätigen zu können und schnell eine Provision zu erzielen. Neutrale Sachverständige indes arbeiten meist mit Kosten- und Wertermittlungstabellen und prüfen die Bausubstanz. Die Nachfrage am Markt ist ihnen zwar nicht unbekannt, spielt aber für die Wertermittlung selten eine Rolle. „Ein seriöser Makler muss den Marktpreis erzielen - ohne Wenn und Aber“, sagt Anzenberger.