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Hohe Nachfrage nach Industrie- und Logistikimmobilien

Der Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien erreichte 2010 mit knapp 19,4 Mrd. Euro ein fast doppelt so hohes Transaktionsvolumen wie im Jahr 2009. Das berichtet Colliers International im Rahmen von Studienergebnissen. Büroimmobilien mit gut 8,0 Mrd. Euro und Einzelhandelsimmobilien mit rund 6,8 Mrd. Euro verbuchten dabei die höchsten Umsätze. „Lager-, Logistik- und Industrieimmobilien lagen in der Investorengunst mit einigem Abstand und knapp 1,2 Mrd. Euro Transaktionsvolumen auf dem dritten Rang. Die Steigerung zum Vorjahr fiel mit 53 % geringer aus als im Gesamtmarkt, war aber immer noch stattlich“, resümiert Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International in Deutschland. Größte Transaktion und gleichzeitig marktbestimmend war der Verkauf des aus 34 Industrie- und Büroimmobilien bestehenden Halverton Babcock Industrial Fonds-Portfolios an Hansteen Holdings für etwa 330 Mio. Euro im zweiten Quartal 2010 [Hansteen kauft deutsche Portfolio für 330 Mio. Euro].

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Trotz der geringen Zahl an Paketverkäufen hatten diese einen Anteil von 36 % am Transaktionsvolumen und lagen damit über dem Niveau des gesamten Gewerbeinvestmentmarktes (23 % Portfolioanteil). Internationale Investoren hatten mit einem Anteil von 51 % am Transaktionsvolumen leicht die Nase vor den heimischen Käufern, was allerdings wiederum vor allem auf das Hansteen-Portfolio zurückzuführen ist. „Während ein Verkauf an einen internationalen Investor im Schnitt knapp 38 Mio. Euro groß war, investierten einheimische Anleger nur knapp 10 Mio. Euro in eine Lager-, Logistik- oder Industrieimmobilie“, hat Andreas Trumpp errechnet.

Aufgrund des Charakters des von Hansteen übernommenen Portfolios hatten opportunistische Anleger mit 357 Mio. Euro den höchsten Anteil am Transaktionsvolumen. Sicherheitsorientierte Anleger wie offene und geschlossene Immobilienfonds investierten 2010 knapp 235 Mio. Euro in Lager-, Logistik- und Industrieimmobilien, gefolgt von Versicherungen mit ca. 101 Mio. Euro und Privatinvestoren mit gut 85 Mio. Euro. Auf Verkäuferseite setzen sich die Projektentwickler mit rund 373 Mio. Euro Verkaufsvolumen knapp vor die opportunistisch geprägten Investoren mit ca. 363 Mio. Euro. Die Spitzenrenditen für Lager-, Logistik- und Industrieimmobilien lagen in den von Colliers untersuchten Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart zwischen 6,75 % in Frankfurt am Main und 7,70 % in Berlin.