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Stadtumbau

13,1 Millionen Euro für den Stadtumbau in Hessen

Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz hat die Zuwendungsbescheide an Städte und Gemeinden übergeben. Insgesamt wird das Land Hessen bis 2019 insgesamt 1,13 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen.

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„Klimaschutz und Stadtentwicklung gehen Hand in Hand. Dazu gehört auch die Anpassung an den Klimawandel. Vor allem Städte und Gemeinden sind hier gefordert und das Land Hessen unterstützt sie dabei“, sagte Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz gestern in Wiesbaden. Sie überreichte die Zuwendungsbescheide für das Bund-Länder-Programm ‚Stadtumbau in Hessen‘ an die Vertreter von Städten und Gemeinden. „Das Stadtumbauprogramm wird künftig verstärkt städtebauliche Projekte fördern, die dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel dienen. Insgesamt stehen allein in diesem Jahr 13,1 Millionen Euro zur Verfügung.“

Freuen durften sich 20 hessische Städte und Gemeinden. Sie wurden erstmals in das Programm aufgenommen. Neben den neu aufgenommen Kommunen erhielten fünf weitere Städte und drei interkommunale Gruppen Zuwendungsbescheide für bereits laufende Stadtumbaumaßnahmen. „Insgesamt ermöglicht das Land Hessen in diesem Programmjahr zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil Investitionen in eine nachhaltige Stadtentwicklung in Höhe von 19,7 Millionen Euro“, sagte Hinz. In das Programm aufgenommene Kommunen können in einem Zeitraum von zehn Jahren jährlich neue Förderanträge für Städtebauprojekte stellen.

Klimaorientierter Stadtumbau
Hintergrund der neuen Schwerpunktsetzung im hessischen Stadtumbauprogramm sind die steigenden Durchschnittstemperaturen. Diese führen zu Hitzebelastung und Gesundheitsbeeinträchtigungen in den Städten. Zudem verursachen Starkregen und Sturmereignisse große Schäden. „Wir haben hier in Hessen noch Nachholbedarf. Denn zum einen müssen wir die Anstrengungen im Bereich des Klimaschutzes verstärken. Zum anderen gilt es, unsere Stadt- und Siedlungsstrukturen baulich an die Folgen des Klimawandels anzupassen“, so die Ministerin. Hierfür spielt etwa die grüne und blaue Infrastruktur eine entscheidende Rolle: Grün- und Wasserflächen, aber auch Straßen-, Dach- und Fassadenbegrünung kühlen die umgebenden Quartiere ab und verbessern die Lebensqualität in den Innenstädten. Zudem speichern Stadtgrün und Gewässer Niederschläge und reduzieren Überschwemmungen bei Starkregen. „Ich bin überzeugt: Wir brauchen eine ‚grüne Welle‘ im Städtebau“, sagte Hinz. „Dabei wollen wir die Kommunen nicht allein lassen. Die Neuausrichtung unseres Programms ‚Stadtumbau in Hessen‘ wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten: für mehr Klimaschutz und mehr Klimaanpassung in der Stadtentwicklung.“

Die Ministerin betonte, dass der Stadtumbau auch der demografischen Entwicklung und dem Wandel der Wirtschaftsstruktur gerecht werden muss: „Zur Lebensqualität gehört auch eine gute Wohnraumversorgung für Alle. Nur wenn es gelingt, dies alles in einem integrierten Ansatz zu vereinen, kann der Stadtumbau in Hessen wirklich nachhaltig sein.“

Weitere Programmaufnahmen 2017 und 2018
Ministerin Hinz kündigte an, den eingeschlagenen Weg eines klimaorientierten Stadtumbaus fortzusetzen: „Auch in den Jahren 2017 und 2018 werden wir weitere Städte und Gemeinden in das Förderprogramm ‚Stadtumbau in Hessen‘ aufnehmen. Kommunen, die einen klimaorientierten Stadtumbau planen, ermutige ich daher, dieses Angebot zu nutzen“.

Neuaufnahmen im Bund-Länder-Programm „Stadtumbau in Hessen“
Bad Arolsen, 360.000 Euro
Bad Hersfeld, 336.000 Euro
Buseck, 94.000 Euro
Darmstadt, 671.000 Euro
Frankfurt am Main, 133.000 Euro
Fulda, 470.000 Euro
Gelnhausen, 312.000 Euro
Gernsheim, 370.000 Euro
Gießen, 80.000 Euro
Hanau, 101.000 Euro
Heringen (Werra), 106.000 Euro
Idstein, 58.000 Euro
Kassel, 705.000 Euro
Lampertheim, 291.000 Euro
Niestetal, 69.000 Euro
Offenbach am Main, 420.000 Euro
Viernheim, 269.000 Euro
Wächtersbach, 144.000 Euro
Wetzlar, 470.000 Euro
Witzenhausen, 336.000 Euro