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Herausragende IBA-Projekte starten in 2008

"Der IBA ist es in ihrem ersten Jahr gelungen, wichtige Weichen zur Gestaltung des „Sprungs über die Elbe“ zu stellen. Dazu gehört die Ansiedlung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt im Zentrum von Wilhelmsburg ebenso wie die Aktivierung eines breiten bürgerschaftlichen Engagements für die IBA und den Stadtentwicklungsprozess auf den Elbinseln durch fast 80 Partner aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kultur“, resümierte Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko. Die IBA sei damit in den Köpfen der Hamburger Bevölkerung angekommen und habe die Elbinseln, vor allem Wilhelmsburg, auf deren mentale Landkarte gerückt. So hatten allein 100.000 Besucher im Rahmen der IBA-Auftaktpräsentation an den Veranstaltungen des IBA Kunst und Kultursommers 2007 teilgenommen oder das Ausstellungszentrum der IBA in Wilhelmsburg besucht. „Dank der IBA haben viele Hamburgerinnen und Hamburger die Elbinseln erstmals bewusst als Teil ihrer Stadt wahrgenommen und nicht als Transitstrecke auf dem Weg in die Region“, so Gedaschko weiter.

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Neben der Durchführung der Auftaktpräsentation stand das erste IBA-Jahr im Zeichen von Machbarkeitsprüfungen zum Rahmenkonzept „Sprung über die Elbe“ und der Weiterentwicklung der übernommenen Projektideen. Dazu IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg: „Viele Ideen konnten konkretisiert werden, darüber hinaus sind neue Projekte hinzugekommen – etwa durch Kooperationen mit der HafenCity Universität Hamburg oder durch öffentliche Projektaufrufe wie zuletzt für die Veddel und den Spreehafen.“ So führt die IBA Hamburg derzeitig Projektentwicklungen für 24 bauliche und nicht-bauliche Projekte durch, wovon u.a. das Baugemeinschaftsprojekt Open House mit rund 60 Wohnungen im nördlichen Wilhelmsburg und das Umbauprojekt „Weltquartier Wilhelmsburg“ in Kooperation mit dem IBA-Partner SAGA GWG bereits Ende 2008 in die Bauphase gehen werden.

Mit Blick auf das laufende Jahr stellte Gedaschko fest: „2008 wird für die IBA ein zentrales Jahr werden, da wesentliche Realisierungsent-scheidungen für die ersten herausragenden Projekte und deren Umsetzung anstehen. Darüber hinaus müssen wir in diesem Jahr auch wichtige übergeordnete Weichenstellungen einleiten, die für den Erfolg der IBA auf den Elbinseln unabdingbar sind. Dazu gehören vor allem eine Entscheidung zur Hafenquerspange und die Klärung des Zollstatus am Spreehafen.“

Die Planungsschritte erläuterte Hellweg im Einzelnen: Für die Neue Mitte Wilhelmsburg – dem größten IBA-Neubauprojekt – laufen die Bebauungsplanverfahren. Parallel dazu beginnen das Investorenauswahl-verfahren und die Ausschreibung von Architekturwettbewerben, so dass Ende 2008 mit den Grundstückvergaben begonnen werden kann. In der Frage der Hafenquerspange schlägt die IBA eine modifizierte Diagonaltrasse West vor, die den Durchgangsverkehr aus der Mitte Wilhelmsburgs herausnehmen würde und neue Bauflächen am IGS-Park ermöglicht.

Das Bildungszentrum Tor zur Welt befindet sich bereits in der Wettbewerbsphase: Durch einen zweistufigen internationalen Realisierungswettbewerb mit außergewöhnlicher Bürgerbeteiligung soll 2008 die Architektur für eines der wichtigsten Projekte der Bildungsoffensive Elbinseln gefunden werden – einem Bildungszentrum, das Bildungsangebote weit über die schulische Bildung hinaus bereitstellt und ein soziales Zentrum für den Stadtteil schafft.

Im Bereich des aktiven Klimaschutzes stehen zwei IBA-Projekte im Mittelpunkt: Die Transformation des Wilhelmsburger Flakbunkers zum Energiebunker (Bild l.) mit der größten Solartherme Europas sowie die Nutzung der Georgswerder Höhe zur dezentralen lokalen Energieversorgung aus den regenerativen Energien Wind, Solar, Geothermie und Biomasse. Der Energiebunker soll 2008 per Ausschreibung an einen Energieversorger übergeben werden während die Innenraumnutzung durch einen internationalen Ideenwettbewerb geklärt werden soll. Ziel 2008: Anhandgabe des Bunkers. Im Fall des Energiebergs Georgswerder wird 2008 ein detailliertes Energiekonzept erarbeitet sowie die Finanzierung des Projektes geklärt. Als nächste Schritte stehen die Ausschreibung der Energiekomponenten an einen Energieversorger sowie die Durchführung eines Internationalen Ideenwettbewerbes zur landschaftsräumlichen Gestaltung und zur Gestaltung eines Informationszentrums „Erneuerbares Wilhelmsburg“ an.

Insgesamt 120 Künstler und Kulturschaffende bespielten im vergangenen Jahr an 40 Orten die Elbinseln und den Harburger Binnenhafen mit über 60 Veranstaltungen. „Mit der Durchführung des IBA Kunst- und Kultursommers 2007 ist für uns deutlich geworden, was für eine kreative Kraft auf der Elbinsel existiert und wie dieser Ort gleichermaßen Künstler und Kulturschaffende inspiriert“, bilanziert Hellweg. Dementsprechend sei es Ziel, dieses Potenzial zu stärken und im Rahmen der IBA ein nachhaltiges kreatives Milieu auf der Elbinsel zu initiieren. Neben dem Sponsoring des 2. IBA-Elbinselfestivals Mitte Juli und der Durchführung eines Kultursommers als kuratiertes Format zum IBA-Themenschwerpunkt „Stadt im Klimawandel“ beabsichtigt die IBA mit dem Projekt „Räume für die Kunst“ 2008 mit einer nachhaltigen Infrastrukturförderung für Kreative zu starten.