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Hannovers Innenstadt ist top

Die Region Hannover ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsräume in Niedersachsen. Die traditionell stark durch den Fahrzeug- und Maschinenbau geprägte Landeshauptstadt ist ebenso einer der wichtigsten Versicherungsstandorte der Republik. Weiterhin werden in Hannover die größten Messen der Welt ausgerichtet. Handel, Handwerk und Industrie versorgen von hier aus nationale und internationale Märkte. Die Volkswagen AG (Bereich Nutzfahrzeuge) ist mit rund 16.000 Beschäftigten das größte Unternehmen der Stadt.

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Mit rund 520.000 Einwohnern und einem Einzugsgebiet von mehr als einer Million Einwohnern gilt die Landeshauptstadt für den Einzelhandel als Nachfragegewinner unter den deutschen Großstädten. Der in der City gelegene Hauptbahnhof ist mit 250.000 Fahrgästen pro Tag der fünftmeistbefahrene Bahnhof Deutschlands. Über das wichtige und stark befahrene Autobahnkreuz Hannover-Ost verbinden die BAB 7 und BAB 2 den Norden (Flensburg und Hamburg) mit dem Süden (Würzburg, Ulm und München) sowie den Westen (Dortmund und das Ruhrgebiet) mit dem Osten (Berlin). Schon seit 1952 verfügt Hannover über einen eigenen Flughafen. Gerade durch die hohen Investitionen für die Expo 2000 hat Hannover enorm an Infrastruktur gewonnen und somit hervorragende Voraussetzungen für eine langfristig positive Entwicklung. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen etabliert sich Hannover zusehends zu einem überregional bedeutenden Zentrum des Einzelhandels und entwickelt sich zu einer der attraktivsten Einkaufsmetropolen in Deutschland. Grund genug für Günter Rudloff und Frank Reitzig, Geschäftsführer der Comfort Hamburg GmbH, sich in einem aktuellen Städtereport intensiv mit dem Einzelhandel in der niedersächsischen Metropole auseinanderzusetzen.

Der Wandel in der hannoverschen Innenstadt begann grundsätzlich mit dem erneuten Umbau des Hauptbahnhofes anlässlich der Expo im Jahr 2000. Wo früher inhabergeführte Einzelhandelshäuser wie Heutelbeck und Erdmann ihren angestammten Platz in der Innenstadt hatten, präsentieren sich unlängst Niederlassungen großer nationaler und internationaler Filialketten und verdeutlichen die steigende Attraktivität des Standortes.

„Aus Einzelhandelssicht ist Hannover derzeit auf sehr gutem Wege“, sagt Günter Rudloff. „Zahlreiche Bauprojekte, die zurzeit in den 1A-Lagen umgesetzt werden, stärken die Innenstadt als Einzelhandelsstandort nachhaltig.“ Insbesondere Investitionen in der südlichen Einzelhandelslage kompensieren zunehmend die kurzfristig eingetretene Lageverschiebung nach Eröffnung der Ernst-August-Galerie im Herbst 2008 [Ernst-August-Galerie Hannover eröffnet ]. Als wichtigste aktuelle Entwicklungen seien zu nennen: Kröpcke/Karmarschstraße, Bahnhofstraße 8/Ernst-August-Markthalle, Karstadt Living Haus, Sinn Leffers und das ehemalige Herrenhaus Erdmann. Mittelfristig werden diese Entwicklungen nach Ansicht der Experten zu einem hochattraktiven und funktionierenden Gesamtgefüge in der Hannoveraner Innenstadt führen.

Die Anzahl innerstädtischer Kauf- und Warenhausflächen markiert eine Spitzenposition in Deutschland. Das hierin liegende Flächenpotenzial und die damit verbunden Entwicklungschancen stellen für die Zukunft die größte Herausforderung für Hannovers Innenstadt dar. Das lang anhaltende Image der Innenstadt als „graue Maus“ mit mäßiger Aufenthaltsqualität hat sich im Laufe der Zeit in einen Top-Standort mit einer verstärkten nationale wie auch internationale Nachfrage der Einzelhändler entwickelt, welche die besonderen Stärken von Hannover zunehmend nutzen wollen. Interessant sei, berichtet Frank Reitzig, dass viele Hannoveraner Einzelhändler verwundert auf die Feststellung reagieren, dass Hannover zu den Einzelhandelsmetropolen mit den bundesweit höchsten Mieten in Deutschland zählt. Die Wahrnehmung der „grauen Maus“ scheint hier die Fakten einer international steigenden Nachfrage zu überstrahlen.

Im aktuellen Metropolenranking des Immobiliendienstleisters belegt Hannover noch vor Nürnberg den 9. Platz und ist derzeit für den Einzelhandel die attraktivste Stadt in Niedersachsen. Die Zentralitätskennziffer von 138,3 bestätigt auch offiziell die sehr hohe Anziehungskraft auf das Umland. Diese ist vergleichbar mit Nürnberg (136,31) und liegt weit über Städten wie Stuttgart (128,81), Bremen (124,14) oder Dortmund (113,39) (BBE 2010).