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Handel setzt auf Passivhaus

Mit dem neuen Handels- und Gesundheitszentrum Kreuzpunkt Badenstedt entsteht in Hannover ein echtes Vorzeigeprojekt: Als erstes Geschäftsgebäude dieser Art in Deutschland wird es im zukunftsweisenden Passivhausstandard errichtet. 'Wir haben die Projektentwicklung frühzeitig beratend begleitet. Jetzt freuen wir uns, dass der Entschluss für ein Passivhaus gefallen ist', sagt Matthias von Oesen, Ingenieur beim enercity-Fonds proKlima. Passivhäuser sind wahre Sparkünstler, denn Sie verbrauchen rund 80 Prozent weniger Heizenergie als konventionelle Neubauten. 'Hinzu kommt ein sehr gutes Raumklima mit gleichmäßig verteilter Wärme in allen Räumen und geregelter Frischluftzufuhr', nennt von Oesen einen weiteren wichtigen Vorteil.

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Das Geschäftszentrum entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem bestehenden Baumarkt an der Carlo-Schmid-Allee. 'Für die Bewohner dieses urbanen Stadtteils übernimmt die Kombination aus Einkauf und Gesundheitsdiensten eine wichtige Versorgungseigenschaft und wird somit zu einem modernen Marktplatz', sagt Architekt Uwe Pielhop vom Langenhagener Planungsbüro A3 Architektur. In dem neu entstehenden Handels- und Gesundheitszentrum sind zukünftig ein Lebensmittelfrischmarkt der Rewe-Gruppe, gastronomische Einrichtungen sowie Dienstleistungs- und Shopflächen zu finden. 'Das vorgesehene Gesundheitszentrum nach dem Betreibertyp 'villa vitale' rundet das Gesamtkonzept ab und bietet sinnvolle Synergien', sagt Pielhop. Der Baubeginn ist für Juni 2006 vorgesehen. Neben dem Planungsbüro A3 Architektur setzt sich das Bauteam aus dem Investor Mutschler Konzept 7 und dem Projektentwickler und Projektsteuerer Jürgen Müller aus Sarstedt zusammen. proKlima wird das Projekt weiterhin beratend begleiten und auch finanziell fördern. Weitere Informationen können unter www.kreuzpunkt-badenstedt.de eingesehen werden.
Fördermittel von proKlima
proKlima wird von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie der Stadtwerke Hannover AG finanziert. Der bundesweit einzigartige Klimaschutzfonds bewilligte von 1998 bis 2005 Fördermittel in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro. Im Jahr 2006 kann proKlima erneut auf ein Fondsvolumen von rund fünf Millionen Euro zurückgreifen. Die Stadtwerke Hannover zahlen mehr als 75 Prozent dieser Summe ein. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach strengen Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorenwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind ausschlaggebend. Einen Schwerpunkt bilden Förderprogramme zur Heizenergie-Einsparung in Alt- und Neubauten. Hauptvorteile sind der verbesserte Wohnkomfort und geringere Energiekosten.



Autor: Leonhard Bauer
Fotos: Stadtwerke Hannover; A3 Architektur