Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Hanau: Konversion der bislang von der US-Army genutzten Flächen

Es ist eine wahre Herkules-Aufgabe – und sie lässt sich gemeinsam besser bewältigen: Im Hanauer Rathaus waren der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe und der Bürgermeister von Erlensee, Stefan Erb, Gast von Oberbürgermeister Claus Kaminsky und sprachen über das, was sie übereinstimmend als "größte Herausforderung der nächsten Jahrzehnte" bewerten: die Konversion der bislang von der US-Army genutzten Flächen.

.

Die zur zivilen Nutzung anstehenden Flächen in Hanau und Erlensee umfassen rund 570 Hektar, 230 davon entfallen auf den Fliegerhorst in Erlensee, der Rest auf das Hanauer Stadtgebiet. Damit, so machten Kaminsky und Erb ihrem Gast aus der Bundeshauptstadt die Dimension greifbar, entfällt nahezu ein Drittel aller Konversionsflächen in ganz Hessen auf die zwei Kommunen (insgesamt zirka 1.600 Hektar).

"Die Herausforderung wird durch das von den Amerikanern erhöhte Tempo noch größer, aber das soll uns nicht schrecken," zeigten sich die zwei Stadtoberhäupter selbstbewusst. Unter dem Motto ‘gemeinsam sind wir stärker‘ wollen Erlensee und Hanau die Probleme und gegenseitigen Abhängigkeiten in engem Kontakt angehen. Und hörten von Dr. Raabe gerne die Aussage: "Selbstverständlich kümmere ich mich um diese Zukunftsprojekte, denn es ist auch im Interesse des Bundes, dass hier etwas Zukunftsträchtiges geschieht."

So hatte man auch gleich eine Bitte: Dr. Raabe solle in der Hauptstadt seinen Einfluss dafür geltend machen, dass "auch im politischen Berlin sich die Erkenntnis durchsetzt, dass beim Verkauf und der Verwertung der Flächen nicht nur monetäre Gesichtspunkte betrachtet werden." Gleichzeitig betonte der Hanauer Oberbürgermeister aber auch, dass die bisherigen Kontakte mit der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) ihn sehr zuversichtlich gestimmt hätten und dass es bislang "keinerlei Störgefühle" gebe.

Raabe lobte Erb und Kaminsky dafür, dass sie schnell und direkt die Kontakte herstellten. Gern hörte er auch, dass Erb mit den Kollegen in Bruchköbel bereits Gespräche geführt hat, denn ein Teil des Fliegerhorst-Geländes, rund 80 Hektar, liegen auf der Gemarkung Bruchköbel. Angesichts der extrem weitreichenden Auswirkungen, die von der Umwidmung der Militärflächen ausgehen, - Dr. Raabe nannte als Beispiel die Konsequenzen für den kompletten Immobilien- und Wohnungsmarkt im Osten von Frankfurt – schlug der Bundestagsabgeordnete vor, möglichst alle Nachbarkommunen, auch wenn sie nicht auf den ersten Blick direkt betroffen seien, in die regelmäßigen Kontakte einzubinden. Ein Hinweis, den Erb und Kaminsky gern aufnahmen und umsetzen wollen.

Sowohl Erlensee als auch Hanau sehen sich generell in einer guten Ausgangsposition, um den "Auftrag für die Zukunft unserer Kommunen" zu erfüllen. Es werden, so betonte man unisono, mit dem Abzug der Amerikaner "neue Kapitel der Stadtentwicklung" geschrieben -mit allen Risiken, aber auch allen Chancen. Kaminsky versprach seinem Kollegen Erb, dass man selbstverständlich auch den Nachbarn Erlensee von den guten Erfahrungen profitieren lassen, die man in der Brüder-Grimm-Stadt bereits bei der früheren Konversion der Militärflächen im Lamboy gemacht habe.